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Einst standen hier vier Schlösser ...

Burg Gana Hof Stauchitz Daleminzier Heinrich
Unterwegs im Jahnatal von Grubnitz bis Hof (ca. 6 km)

Nachdem wir uns in Grubnitz ausgiebig gestärkt haben, setzen wir unsere Wanderung entlang der Jahna fort. Ohne es zu bemerken, haben wir dabei mit dem östlich befindlichen Stösitz erneut einen Ort passiert, wo einst ein Schloß stand. Aber das wird auch bei unserem nächsten Ziel so sein - Stauchitz.
Wir erreichen das Dorf in unmittelbarer Nähe der „Alten Post“. Die gleiche Poststraße, die von Sachsendorf nach Wermsdorf zur Hubertusburg führte, verlief dann über Leuben und Naundorf nach Stauchitz. Auch in Stauchitz gab es erfreulicherweise Mitleid mit dem denkmalgeschützten Gebäude – nach längerer Zeit des Verfalls kann sich der heutige Anblick durchaus sehen lassen.
Das Stauchitzer Schloß hingegen gibt es gar nicht mehr. Es beherbergte bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts eine bemerkenswerte Sammlung altertümlicher Bodenfunde, die heute überwiegend im Riesaer Museum zu bewundern sind. Das Schloß selbst wurde nach 1945 abgerissen.
Von der „Alten Post“ aus verläuft unsere Route jetzt am Rande des Sportplatzes entlang. Kurze Zeit später zweigt links ein Weg in Richtung Pappmühlenweg ab. Hier lohnt sich ein kurzer Abstecher. Eigentlich ist außer einem Hügel draußen auf dem Feld in Richtung Süden nicht viel zu sehen, aber unter ihm vermutete man viele Jahre lang auf Grund von Luftbildern den einstigen Standort der berühmten Burg Gana, die Heinrich I. vor der Gründung Meißens bezwang. Die Grabungsbefunde konnten jedoch diese Vermutung nicht bestätigen, wenngleich sich in der Tat eine mächtige slawische Anlage einst hier befand.

Bild oben: So sieht es unter der Erde am Standort „Burg Gana“ aus.

Bild unten: Das Alte Schloß in Hof (Tel. 035268/8710).
Hof Schloss Kassettendecke
Reich an geschichtlichen Ereignissen ist auch der nächste Ort bei unserer Wanderung entlang der Jahna: Hof. Hier können wir gleich zwei Schlösser besichtigen. Bevor es jedoch soweit ist, passieren wir zunächst die ebenfalls sehenswerte Kirche und folgen unserem Radweg bis zur Jahnatalgasse. Dort führt eine Brücke über die Jahna in den Schloßpark. Wir müssen einen kleinen Bogen nach links fahren, um zu den beiden Schlössern zu gelangen.
Im „Alten Schloß“ - heute Sitz der Gemeindeverwaltung Naundorf - übernachtete 1547 Kaiser Karl V. vor der für ihn siegreichen Schlacht bei Mühlberg. Auch das „Neue Schloß“ mit seinem Turm beherbergte zu Kriegszeiten berühmte Gäste: Im 7jährigen Krieg befand sich hier Anfang 1762 das Hauptquartier der preußischen Truppen in Sachsen unter Prinz Heinrich.
Das „Alte Schloß“ ist jedoch auch aus einem anderen Grund einen Besuch wert: Hier können wir eine wertvolle Kassettendecke aus dem 17. Jahrhundert besichtigen. Fast jedes Bild kann eine Geschichte erzählen.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Riesa, Oschatz, Großenhain und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro



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