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Führungen und Vorträge zu Bau- und Kunstwerken rund um das Schloss und den Dom zu Wurzen

Ganz neu: Dom und Schloss Wurzen von oben, herzlichen Dank an Marc Becker!
Dom und Schloss Wurzen
Vorstehend finden Sie aktuelle Termine für öffentliche Führungen/Vorträge 2017 ohne Voranmeldung. Treffpunkt ist bei allen Führungen um 11 Uhr auf der Schlossbrücke.

Eine unverbindliche Terminvorschau zu weiteren geplanten Terminen in Dom und Schloss (auch weitere Führungen und Vorträge) finden Sie hier, die Seite wird laufend aktualisiert. Änderungen (z.B. aus Krankheitsgründen) bei allen eingestellten Terminen ausdrücklich vorbehalten, schauen Sie bitte 24 Stunden vor Ihrem Wunschtermin einfach noch einmal hier vorbei!

An allen Tagen können Sie im Schloss-Restaurant Mittag essen, Kaffee trinken (täglich von 11-22 Uhr geöffnet) oder auch zu Abend essen, es gibt keinen Ruhetag, und das gilt auch für das Schlosshotel. Wenn Ihre Gesellschaft außerhalb der öffentlichen Führungen im Schloss und/oder im Dom geführt werden möchte (es führen je nach verfügbarer Zeit entweder Ronny Wedekind oder ich), die Kontaktdaten des Schlosses finden Sie hier, ein nach Ihren Wünschen gestaltbares Pauschalangebot für Ihren Wurzen-Ausflug ist hier eingestellt.
Schloß Wurzen - ein Bauwerk europäischen Ranges.
500 Jahre Reformation sind auch gleichbedeutend mit 500 Jahre Ende des Mittelalters. Im Mittelalter war – wie heute übrigens immer noch – die kirchliche Verwaltung in Bistümer eingeteilt. Dort, wo sich der Sitz des jeweiligen Bischofs befand, erhielt das dazugehörige Gotteshaus den Titel „Dom“. Auch in Wurzen befand sich ein Bischofssitz, und dort gibt es in direkter baulicher Nachbarschaft des Domes ein Bischofsschloss. In diesem Schloss saß Jahrhunderte lang die Amtsverwaltung, nicht ganz so lange das Amtsgericht, und zuletzt fast ein halbes Jahrhundert die Polizei – der Hauptgrund dafür, weshalb es um das Schloss zu DDR-Zeiten mehr als einfach nur still war. Das änderte sich erst im Jahr 2002, als das Schloss nach dem Auszug der Polizei erstmals seit seiner Erbauung in Privathand überging. Ein marodes Amtsgebäude mit bröckelnder Fassade, blätternder Farbe, undichtem Dach, zahlreichen Neonröhren und jeder Menge Sanierungsbedarf. Aber – keine Behördengeneration seit der 1497 erfolgten Fertigstellung hatte Lust und Geld für einen Umbau, und so haben sich neben dem äußeren Erscheinungsbild das komplette Erdgeschoss und auch das erste Obergeschoss in Architektur und Raumwirkung fast vollständig im Original erhalten – lesen Sie dazu bitte oben die Zitate der Fachwelt.
Dabei lässt sich Schloss Wurzen auch aus historischer Sicht durchaus als die „letzte Bastion des Mittelalters in Sachsen“ bezeichnen. Nirgendwo sonst konnte sich im Sachsen der Reformationszeit der katholische Glaube so lange halten wie in Wurzen, denn erst im Jahre 1581 konvertierte der hier residierende letzte Bischof von Meißen, Johann IX. von Haugwitz, zum protestantischen Glauben. Zuvor war erneut Wurzen die letzte Stadt Sachsens, in der – erst 1542 – die Reformation eingeführt wurde. Obwohl damals nur ein kleines Landstädtchen, rückte Wurzen im Frühjahr 1542 sogar kurze Zeit ins Zentrum der Weltpolitik, interessierten sich auch Kaiser und Papst für die Stadt an der Mulde, um die sich zwei protestantische sächsische Fürsten – Kurfürst Johann Friedrich und Herzog Moritz – kurz vor Ostern fast einen ”Krieg” geliefert hätten. Und dann ist da ja auch noch der Stadtpatron von München: der Heilige Benno von Meißen, ”dessen sterbliche Überreste im Jahr 1576 klammheimlich vom reformierten Sachsen nach München geschmuggelt wurden – aus Wurzen”. Alle vorstehenden Ereignisse fanden in und um das Schloss und den Dom zu Wurzen statt. Interessiert es Sie, was aus dem maroden Behördenschloss geworden ist? Kommen und Schauen Sie einfach, und falls Sie schon immer mal Drachenforscher sein wollten - hier finden Sie Informationen zu den Drachen rund um Dom und Schloss.

Dom Wurzen
Führungsangebot Bischofsschloss Wurzen

Über 40 malerische Netzzellengewölbe, brandgeschwärzte Wendeltreppen, meterdicke Mauern oder gewaltige Balkendecken – in dem mehr als 500 Jahre alten Schloss Wurzen gibt es viel zu entdecken. Erleben Sie bei einer Führung (Dauer 60 Min., Kosten: 5 Euro p.P.; alternativ Dauer 30 Min., Kosten: 3 Euro p.P.) durch drei Etagen des ältesten deutschen Schlosses Mittelalter pur! Unterwegs staunen Sie über ein wirkliches Kleinod mittelalterlicher Baugeschichte und lauschen der Geschichte von der Zeit der Entstehung des Schlosses am Ende des Mittelalters mit all ihrem Glanz und ihrer Käuflichkeit sowie von dem letztlich vergeblichen Widerstand der hier residierenden Bischöfe von Meißen gegen die Reformation. Im Jahr 1542 wäre es fast in der ”Wurzener Fehde” zu einem sächsischen Bruderkrieg gekommen, dieses Ereignis hatte großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Reformationsgeschichte. Schauen Sie doch schon einmal vorab im Internet, die Seite vom Schloss Wurzen finden Sie hier, zusätzliche Informationen zu Geschichte und Architektur des Schlosses hier.


Führungsangebot Dom Wurzen

Oft direkt im Anschluss an die Schlossführungen, aber auch separat buchbar (Dauer 60 Min., Kosten: 5 Euro p.P.; alternativ Dauer 30 Min., Kosten: 3 Euro p.P.), besteht die Möglichkeit, bei einer Führung durch den benachbarten Wurzener Dom auch etwas über dessen fast 900jährige Geschichte – der Wurzener Dom bot beispielsweise von 1559 bis 1576 heimlich Obdach für die sterblichen Überreste des bis heute einzigen sächsischen Heiligen, Bischof Benno von Meißen – sowie die dort vorhandenen Kunstwerke zu erfahren. Romanische Bögen, spätgotische Gewölbe, über 500 Jahre alte Malereien und Steinfiguren sowie 200 Zentner Bronze aus der Zeit des Expressionismus um 1930 erzeugen eine ganz einzigartige Raumwirkung. Schauen Sie doch schon einmal vorab im Internet, den Wurzener Dom finden Sie hier.


Angebot Begleitvortrag Wurzen und Reformation Spezial:
„Klostergeschichten aus dem Abendrot des Mittelalters vor 500 Jahren“

Die reich bebilderte Zeitreise (Dauer: 30 Min., Eintritt: 3 Euro p.P.) zeichnet noch einmal das Zeitalter vor 500 Jahren nach und widmet sich der Lebenssituation in den sächsischen Klöstern in den Jahrzehnten unmittelbar vor der Reformation. Martin Luther war 34 Jahre alt, als er 1517 seine 95 Thesen aufschrieb, und lebte zu diesem Zeitpunkt in einem Kloster. Warum kamen gerade aus den Klöstern die Menschen, die das gesellschaftliche Leben vor 500 Jahren so nachhaltig veränderten? Wie war es um die Moral und die Einhaltung der Ordensregeln bestellt? Wie reagierten die Klöster auf Luthers Thesen? Zusammen mit Geschichten zu verschiedenen spätmittelalterlichen Bau- und Kunstwerken des alten Bistums Meißen ergibt sich ein lebendiges Bild einer Zeit, von der wir heute so gut wie Nichts mehr wissen und die doch an verschiedenen Stellen im Leben immer noch dauerhaft präsent ist.
Falls Sie für Ihre Gesellschaft im Vorfeld oder im Anschluss an die Führungen in Schloss und/oder Dom mehr über die Zeit am Ende des Mittelalters vor 500 Jahren erfahren möchten – seit 2009 habe ich bereits mehrere Hundert solcher Begleitvorträge vor einigen Tausend Gästen gehalten, sie waren 2015 auch offizieller Bestandteil des Veranstaltungsangebotes der Torgauer Ausstellung "Luther und die Fürsten". Der 30minütige Begleitvortrag kostet bis 15 Personen 45 Euro, darüber 3 Euro pro Person. Weitere Termine der Lutherdekade sind hier einsehbar.


Angebot Begleitvortrag Wurzen und Reformation Spezial:
„Vom Ablassbrief zum Knochenschmuggel – Martin Luther und die Bischöfe von Meißen“

In dem 30-minütigen Beamervortrag zeige und erzähle ich mit vielen Bildern die spannungsreiche Geschichte am Ende des Mittelalters vor 500 Jahren und rücke Schloss und Dom Wurzen (im Jahr 1516 predigte Johann Tetzel in Wurzen!) sowie die hier residierenden Bischöfe und ihre Verbindungen zu Martin Luther in der Reformationszeit immer wieder in den Mittelpunkt der Ereignisse. Auch die Bischöfe von Meißen galten als Reichsfürsten, denn sie unterstanden nicht dem Erzbischof in Magdeburg, sondern dem Papst direkt. Mitten durch das Bistum Meißen verlief seit 1485 die Grenze zwischen Kurfürstentum und Herzogtum Sachsen, eine Grenze, die ab spätestens 1520 zur Glaubensgrenze innerhalb des Bistums Meißen wurde. Eine spannende Konstellation, die den Meißner Bischof 1522 ins reformierte Torgau reisen ließ, die ein Jahr später Pate bei der Heiligsprechung des Benno von Meißen stand und die 1542 rund um das bischöfliche und immer noch katholische Wurzen fast zu einem sächsischen Bruderkrieg geführt hätte. Die Gäste erwartet eine reich bebilderte und richtig spannende Zeitreise in die Reformationszeit mit vielen Passagen zum Staunen und Nachdenken, u.a. gefunden in Briefen der Bischöfe, der beteiligten Fürsten sowie natürlich Martin Luthers.
Foto: Pauli Pictures = Roberto Pauli, Führung Schloss Wurzen 2016



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