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Einst fuhr hier die Eisenbahn

Oelschuetz Taubenhaus Mulde
Die Muldentalbahntrasse von Wurzen - Golzern als Radweg (ca. 12 km)

Vom Bahnhof Wurzen aus gibt es mehrere Möglichkeiten, auf den östlich der Mulde gelegenen Radweg zu gelangen. Wir radeln einfach in Richtung Mulde, wo wir ihn schnell finden und von wo aus er dann auch gut gekennzeichnet ist. Flußaufwärts führt der Weg zur Ortschaft Dehnitz, welche mit dem 186 Meter hohen Wachtelberg nebst Bismarckturm, aber auch mit der nach Schmölen führenden Muldenfähre touristische Sehenswürdigkeiten aufweisen kann. Etwas abseits des Flußtales, jedoch immer noch in Sichtweite, radeln wir in der Folge durch hügeliges Feldterrain, bis an einer Wegekrümmung die frühere Eisenbahntrasse erreicht wird.
Wir werden sie ab hier als Radweg nicht mehr verlassen und folgen der asphaltierten Trasse, die schnurgerade und völlig ohne Steigungen verläuft. Zum Teil ergeben sich schöne Ausblicke in die Landschaft, andere Passagen sind baumbuschig bewachsen. Ein linker Hand stehendes Bahngebäude verrät den früheren Haltepunkt Oelschütz, der seit 1937 nach der südlich gelegenen größeren Gemeinde Nitzschka umbenannt wurde. Vor allem Bahnwärterhäuser, nahezu alle aus der Gründerzeit der Strecke, sind markante Erinnerungsrelikte. Wir finden sie an mehreren Stellen der einstigen Strecke, und ein Teil seiner Bewohner hat sie zu echten Hinguckern herausgeputzt.
Alsbald erblicken wir südwestlich eine größere Besiedlung, künden Kirchturm, Schloß und Fabrikschlote von der jenseits der Mulde gelegenen Kleinstadt Trebsen. Die Stadt stand bis 1928 auch namentlich mit der Muldentalbahn in Verbindung, indem die am Streckenkilometer 72 gelegene Station Neichen als Nerchau-Trebsen benannt wurde. Neichen war ein betrieblicher Mittelpunkt der Bahnlinie. Sein stattliches Stationshaus ist bis heute, wenngleich namenlos, ein Wahrzeichen der Eisenbahn geblieben. Vom einstigen Betrieb als Spurwechselbahnhof (bis 1967 war Neichen Endpunkt der Schmalspurlinie Mügeln-Neichen) künden dagegen keine Relikte mehr.

Bild oben: Ein Taubenhaus in Oelschütz.

Bild unten: Wasserwanderer in Nitzschka.
Nitzschka Mulde
Durch hochbuschiges Gestrüpp regelrecht romantisch, führt die Radtrasse jetzt nach Nerchau und wieder nah zur Mulde. Der Bahnhof Nerchau war eine wichtige Verladestation. Während sein 1910 errichtetes Empfangsgebäude im Wildwuchs versinkt, ist sein Ladegleis als ein weiteres Relikt noch vorhanden.
Dann erregt die Autobahnbrücke über die Mulde unsere Aufmerksamkeit. Ein durchaus stattlicher Brückenbau, vom dem der darüberfahrende Autofahrer allerdings nichts mitbekommt. Schließlich gelangen wir nach Golzern. Maschinenbau, die Getreidemühle und vor allem die Schrödersche Papierfabrik (nach 1945 VEB) brachten der Eisenbahn sowohl im Personenverkehr (Schichtverkehrszüge) als auch im Güterverkehr (Kohle/Papier) stattliche Beförderungsergebnisse. Hier wollen wir einen Moment rasten.
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Rad- und Wanderkarte Grimma, Wurzen, Eilenburg und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro



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