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Auf den Spuren von ...

Im oberen Döllnitztal

Mit dem Rad von Wermsdorf nach Mügeln (ca. 10 km)

Nach unserem „Kulturaufenthalt“ in Wermsdorf setzen wir unsere Wanderung heute in Richtung Mügeln fort. Ausgangspunkt ist die Hubertusburg. Zunächst radeln wir Richtung Osten in Richtung Ortsausgang, um dort recht nach Liptitz abzubiegen. Nur wenige hundert Meter Straße liegen vor uns, bis unten im Tal noch vor der Bachbrücke links ein Radweg in Richtung Mahlis abzweigt. Durch das schöne Laubental fahren wir anschließend nach Mahlis. Wenn wir uns hier immer geradeaus halten, kommen wir auf die Straße nach Mügeln. Ab Mahlis müssen wir überwiegend die Straße benutzen. Zum Glück sehen wir aber nur selten ein Auto.
Das ehemalige Rittergut im Ort steht kurz hinter dem Mügelner Abzweig. Nach langer Zeit des Verfalls sah es vor Jahren kurzfristig auch wieder einer besseren Zukunft entgegen – um nun erneut auf einen solventen Besitzer zu warten.
Der nächste Ort auf unserem Weg ist Gröppendorf. Hier lohnt sich ein kleiner Abzweig zu einer frühdeutschen Anlage. Dazu müssen wir kurz hinter dem Ortseingang links abbiegen. Bald erblicken wir vor uns im Tal einige Pappeln. Wenn wir jetzt den Hügel wieder hinauf fahren, dort unsere Räder abstellen und nach links über die Wiese zum Hochufer des Streitbaches gehen, finden wir, gewissermaßen als Lohn für unsere Mühe, die frühdeutsche Anlage „Schanzhügel“. Mit dem noch gut erkennbaren Turmhügel von ca. 25 m Durchmesser (im Sommer gern von Brombeeren und Himbeeren besiedelt) handelt es sich hier um eine der am besten erkennbaren derartigen Anlagen in der Region überhaupt.

Bild oben: Die Kirche von Mahlis thront über dem Dorf.
Bild unten: Schloß Ruhethal in Mügeln (Tel. für Besichtigungen 034362/44271).
Schloss Ruhethal
Nach unserem Abstecher fahren wir zurück nach Gröppendorf und von dort nach Glossen. Auch hier lohnt ein kleiner Aufenthalt. Vor dem Gasthof geht es links zur Feldbahnschauanlage. Es ist schon erstaunlich, was die Feldbahnfreunde hier in wenigen Jahren geschaffen haben. Regelmäßig, zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals, finden hier auch Fahrten statt.
Nicht weniger eindrucksvoll ist die Tatsache, daß es auch in Glossen Gleise gibt, die einer anderen Bahn - der schon erwähnten Schmalspurbahn. Hier wurden erst vor wenigen Jahren auf altem Gleisverlauf neue Schienen gelegt, gewissermaßen als Anschluß zur Feldbahn. Durchaus nicht selbstverständlich in Zeiten klammer kommunaler Kassen!
Parallel zu den Schienen fahren wir nun nach Mügeln. In der breiten Döllnitzaue erblicken wir zuerst linker Hand die Kirche von Altmügeln, etwas dahinter den wuchtigen Turm des Schlosses Ruhetal und rechts daneben den Turm der Mügelner Stadtkirche.
Im Mügelner Schloß residierte einst der letzte Bischof von Meißen, der auch in der Mügelner Stadtkirche begraben liegt. Das Schloß ist heute wieder bewohnt, und die Besitzer freuen sich über jeden Besucher. Wenn wir uns in Mügeln immer Richtung Osten halten, führen uns die Schienen zum ehemals größten Schmalspurbahnhof Europas. Von hier fuhren vor 1970 Züge nach Oschatz und Strehla, nach Neichen oder nach Döbeln, und von dort bestand Anschluß in Richtung Meißen und Wilsdruff. Bei so viel Eisenbahnromantik schauen wir uns noch etwas auf dem weiträumigen Bahnhofsgelände um.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Dahlener Heide, Wermsdorfer Wald und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro



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