Wandern - Führungen - Vorträge - Literatur

Informationen und Angebote

Schloßimpressionen

Wanderungen

Auf den Spuren von ...

Auf ins Brandenburgische

Lorenzkirch Kirche
Auf dem Elbradweg von Strehla bis Mühlberg (ca. 15 km)

Ausgangspunkt für unsere heutige Wanderung ist Strehla. Hier benutzen wir die Fähre über die Elbe, in der Hoffnung, daß es sie auch nach der Eröffnung der neuen Mühlberger Brücke noch lange gibt (Info über die Stadtverwaltung 035264/9590). In der Nähe der Fähre noch auf Strehlaer Seite befinden sich Tafeln, die an das erste Zusammentreffen zwischen Russen und Amerikanern im April 1945 erinnern, das einige Stunden früher als das bekannte Torgauer Treffen stattfand.
Auf der anderen Elbseite angelangt, stoppen wir kurze Zeit später schon am Gotteshaus von Lorenzkirch. Vor dem Friedhof finden wir einen Gedenkstein für die vielen Toten vom April 1945, als hier in Lorenzkirch durch Beschuß und eine defekte Brücke zahlreiche Flüchtlinge starben. Das Kirchlein selbst ist schon richtig alt, und wen alte Grabstein interessieren, der kommt auf dem kleinen Friedhof voll auf seine Kosten. Nun nehmen wir Fahrt auf in Richtung Norden. Interessant ist die bei Hochwasser mögliche Absperrung des von uns durchfahrenen Hochwasserschutzdammes gleich hinter Lorenzkirch. Zwei Nuten in den Dammwangen erinnern daran, daß dort bei Hochwasser starke Bohlen eingesetzt wurden. Der Zwischenraum konnte mit Mist ausgefüllt werden. Auf diese Weise war das Hinterland vor einer Überflutung geschützt, wenn nicht wie 2002 der Strom einfach über den Deich trat. Der ab hier bestens ausgebaute Elbradweg schneidet den großen Bogen des Stromes und verläuft deshalb abseits der Elbe.
Wer allerdings einmal zu Fuß die etwa 90 Minuten entlang der Elbe von Lorenzkirch bis Kreinitz wandert, vielleicht noch im Mai oder Juni, auf den wartet ein fast unvergleichlich schönes Stück Natur. Hier, in einem schmalen Wäldchen mit dem Namen „Kreinitzer Busch“ direkt entlang der Elbe, stehen unzählige alte Linden, wahre Baumriesen, und spenden dem Wanderer Schatten. Da fühlen wir uns schnell wie im Urwald ...
Auf unserem abkürzenden Radweg haben wir in nicht einmal 10 Minuten das ruhige Elbdorf Kreinitz erreicht. Auch die Geschichte der Kreinitzer Kirche ist interessant - eine Kopie dieser Kirche steht im brasilianischen Sao Leopoldo!

Bild oben: Die Kirche in Lorenzkirch.

Bild unten: In Kreinitz warten eine Jugendstilkirche (Tel. für Besichtigungen 035264/97328) und ein kleines Museum auf uns.
Kreinitz Kirche
Hinter Kreinitz nimmt uns ein Kiefernwald auf. Bis um 1990 probte hier die Sowjetarmee mit den Panzern Elbstromdurchfahrten. Bis zur brandenburgischen Landesgrenze bei den Gaitzschhäusern ist es nicht mehr weit. Der Überlieferung nach verlief hier die Grenze direkt durch den Backofen des Bäckers. Bald kommen wir in eine offene Landschaft. Über Fichtenberg und Borschütz gelangen wir zu einem großen See, einem Kiesabbaugebiet. Schubboote bugsieren mit Kies beladene Prahmen. Steinfindlinge und riesige Schiffsanker zieren den Eingang des Betriebes.
In der Ferne grüßt schon die Silhouette Mühlbergs, das wir nach wenigen Minuten erreichen. Die schöne Altstadt ist auf jeden Fall eine kleine Extra-Runde wert. Die Klosterkirche sowie das in der Nähe gelegene Museum halten für den kulturinteressierten Radler eine Menge Überraschungen bereit - sogar einen echten Mönch.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Riesa, Oschatz, Großenhain und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro
Matthias Donath: Schlösser zwischen Elbe und Elster (2007), Preis: 13,90 Euro



Copyright © 2007 webprocom CMS Content-Management-System