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Zwischen Äpfeln und Sauerkirschen

Kloster Sornzig
Klostertag am 30. Juli 2015 von 13 bis 17 Uhr. Stündlich ab 13.30 Uhr Führungen, Vorträge, Musik, Kaffee und Kuchen ... - ein besinnlicher Kulturnachmittag rund um das ehemalige Kloster Sornzig!

Eine Wanderung um Sornzig und den Festenberg (ca. 6 km)

Unser heutiges Wanderziel liegt in einer Region, die eher durch ihre Obstplantagen als durch touristische Reize bekannt ist: das Gebiet um Sornzig südlich von Mügeln. Wir stellen unser Auto direkt in der Ortmitte ab, dort wo sich (fast) alle Straßen treffen und die Klosterschänke auf Besucher wartet.
Die „Klosterschänke“ gibt uns das erste Stichwort. Auch in Sornzig gab es einst ein Zisterzienserinnenkloster, wir parken sozusagen direkt davor. Freilich war es kein sehr großes Kloster, das die Herren von Mogelin hier im Jahre 1243 wohl als Familienkloster gründeten. Klosterkirche und Kreuzgang sind lange Geschichte, während einige Gebäude bis heute genutzt werden. Die alte Klostermauer steht ebenfalls in größeren Teilen noch, und die parkähnliche, gepflegte Anlage lädt uns zum Verweilen ein.

Bild oben: Blick von Norden auf das einstige Klostergelände in Sornzig.
Sornzig gesamt
2. Bild von oben: Panoramaaussichten wie diese auf Sornzig finden wir häufiger auf unserer Wanderung.

Zunächst überqueren wir eine Brücke mit dem Klosterbach, dann geht es gesäumt von schmucken Fachwerkhäusern bergan. Von weitem rufen Schafe, und Vögel sowie etwas Federvieh sorgen für echte Dorfidylle. Wenn wir uns von hier oben aus noch einmal umblicken, haben wir das vielleicht schönste Panorama von Sornzig gesehen. Das scheint auch unser „Plantagenreh“ zu denken, das vielleicht 30 Meter vom letzten Haus entfernt interessiert herüberblickt, ohne jedoch an Flucht auch nur zu denken. Eine Flinte ist schließlich nicht zu sehen, und die Zäune sorgen für den Rest Sicherheit.
Entlang einer Apfelplantage wandern wir nur einige Minuten weiter auf der Straße, bevor geradeaus ein Waldstück auf uns wartet, die Kranichau. Direkt vor den Bäumen treffen wir auf eine Straße. Wir biegen links ab, gehen vielleicht noch 20 Meter, und dann zweigt ein schmaler Pfad in den Wald ab. Gewaltige Buchen, wahre Baumriesen, erwarten uns in der Kranichau. Besonders am östlichen Rand im Tal, dort wandern wir heute nicht entlang, sind hier noch Reste von alten Treppen u.ä. zu erkennen, die das Wäldchen als einstigen Park ausweisen. Wir halten uns unter dem Blätterdach an eine blaue Wegemarkierung, die uns zuerst hinein, dann aber wieder linker Hand hinaus auf die Straße führt, die wir eben verlassen haben, und der wir dann rechts weiter folgen.
Sornzig-Festenberg1
3. Bild von oben: Reste der einstigen Mauern am Festenberg.

Eine tolle Aussicht erwartet uns in den nächsten Minuten. Gegenüber auf der Höhe Neusornzig, davor der Festenberg, und rechter Hand die Kirche von Altmügeln, später dann sogar noch die Türme der Oschatzer St. Aegidienkirche. Da ist das kurze Stück bis Baderitz bald geschafft. Im Dorf geht es kurz hinter dem Ortseingang rechts den Berg hinunter, die Straße „Am Eichberg“. Ein junges Ehepaar steht vor seinem Haus und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, daß hier „sogar Touristen vorbeikommen“. Sie empfehlen die Fortsetzung der Wanderung in Richtung Festenberg, eine gute Wahl.
Zunächst müssen wir jedoch der Straße noch zwei Mal nach rechts folgen, bevor wir dann links in die Friedensstraße einbiegen. Wir laufen sie hinab bis in das Tal, wo wir vor einer Bachbrücke links abbiegen. Linker Hand erhebt sich vor uns ein Waldstück. Es verdeckt einen einstigen Steinbruch. In der Folge öffnet sich auf dieser Seite eine fast kreisrunde Wiese, von einem Baumkranz auf der Höhe umsäumt. Bevor hier der Gesteinsabbau einsetzt, erhob sich hier einst der Festenberg. Auf ihm befand sich eine mittelalterliche Burg, von der wir heute nur noch spärliche Reste am Rande erkennen können.
Sornzig-Festenberg2
Bild unten: Die Reste der einstigen Wallanlage um den Festenberg zeigen sich vor allem im Südosten der Anlage.

Welchem Zweck die Burg diente, wer sie erbaute und wie lange sie genutzt wurde, liegt im Dunkel der Geschichte verborgen. Immerhin fällt auf, daß am Fuße des Berges das gleiche Bächlein murmelt, wie vielleicht 2 km bachaufwärts am Kloster Sornzig. Das Wort „Feste“ läßt uns natürlich zunächst an eine Bergveste denken, aber neben weiteren Möglichkeiten könnten auch die Herren von Vesta namensgebend gewesen sein. Diese Familie, aus der Umgebung von Lützen stammend, war besonders am Anfang des 13. Jahrhunderts in der Region mehrfach in Urkunden präsent, bevor sie dann weiter gen Osten zog und die Stadt Kamenz gründete.
Passend zu unserer Burg erwartet uns nun nach dem Überqueren des Baches die Straße „Am Festenberg“. Wir folgen ihr Richtung Süden. Auf halber Höhe am Berg lädt linker Hand eine Bank vor einem Teich zur Rast. Weit ist es aber nicht mehr, und so wandern wir nach einer kurzen Verschnaufpause weiter, und biegen dann auf der Höhe links ab.
Auch von hier aus erwartet uns ein herrlicher Blick in Richtung Nordosten, dieses Mal in Richtung Schloß Ruhethal und Stadtkirche Mügeln. Schmucke Häuser, duftende Rosen und das Singen der Vögel begleiten uns aus dem Ort hinaus, wo dann links und rechts der Straße Sauerkirschplantagen den Weg säumen.
Nach wenigen Minuten haben wir Sornzig erreicht, wandern noch am Sportplatz vorbei, und überqueren dann die Straße, um auf einem Fußweg das Sornziger Gotteshaus zu umrunden. Nach wenigen Schritten überzeugt uns ein quirliges Treiben im Kindergarten, daß es sich hier keineswegs um ein sterbendes Dorf handelt. Aber das haben wir während der Wanderung ohnehin längst festgestellt. Nach dem Passieren des Kindergartens biegen wir links ab, und gelangen zur Kirche des Dorfes. wandern an der Kirche vorbei und stehen kurze Zeit später wieder am Ausgangspunkt der Wanderung.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Riesa, Oschatz, Großenhain und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro



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