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Lebendige Führungen zu Bau- und Kunstwerken mit Kunstvermittler Robert Schmidt

Die Klosterkirche Chemnitz, heute bekannt als Schloßkirche Chemnitz
„Das hätten wir hier nie vermutet.“ Gäste des Chemnitzer Schloßberges, die gezielt oder zufällig den Gebäudekomplex inmitten einer grünen Oase am Stadtrand besuchen, staunen immer wieder über den sorgfältig restaurierten frühgotischen Kreuzgang eines der ältesten Klöster Sachsens im heutigen Schloßbergmuseum oder über das 11 Meter hohe spätmittelalterliche Portal in der benachbarten Schloßkirche. Spätmittelalterlich sind auch die oft einzigartigen Bilder, Figuren und Altäre, die im Museum gezeigt werden und von denen viele eine Geschichte erzählen können. Begleiten Sie mich doch einfach auf einer Führung (die Sie bei mir direkt bestellen müssten) durch die größte Gotikausstellung Sachsens im Schloßbergmuseum und anschließend in der Schloßkirche. Gemeinsam wagen wir über die Kunstwerke und deren Geschichte den Blick in eine Vergangenheit, die für uns Alle im täglichen Leben immer noch präsent ist, und von der wir doch so wenig wissen ...

Termine gern nach Absprache, Informationen oder Reservierungen: Tel. 03435/928252. Oder Sie senden eine Mail, die Mailadresse finden Sie hier. Änderungen vorbehalten!
Der östliche Kreuzgang im Schloßbergmuseum.

Museum und Klosterkirche präsentieren Architektur und Geschichte des Mittelalters

Führung 2015
Wenn Sie bzw. Ihre Gesellschaft die Reichsabtei St. Marien in Chemnitz mit mir gemeinsam geführt erleben möchten, ist das nach Abstimmung (Tel. 03435/928252) auch im Jahr 2017 möglich, vorzugsweise mit Führungsbeginn zwischen 11 und 12 Uhr, und eher nicht an Sonntagen.

"... zuletzt sie ruht im Schutz der Sterne Zelt.“ Ob Dan Brown (Sakrileg) jemals wirklich einen mittelalterlichen Grabstein für Maria Magdalena sah? Vielleicht führt ihn seine Suche ja auch irgendwann einmal in die 1136 durch Kaiser Lothar gegründete ehemalige Benediktiner-Reichsabtei St. Marien im Norden von Chemnitz, wo ein solcher Stein geheimnisvoll im Kreuzgang steht ...
Eine etwa 850 Jahre alte romanische Kapelle, im Kreuzgang frühgotische Schlusssteine von höchster Vollendung, ein mehr als elf Meter hohes figürliches Portal, Deckenmalereien der Spätgotik, eine steinerne Renaissance-Kanzel der Klosterzeit, ein Fürstensaal ... – allein die baulichen Schätze der selbst in Kunstliebhaberkreisen weitgehend unbekannten einstigen Abtei auf dem Chemnitzer Schloßberg sind in dieser Fülle fast ohne Beispiel in Sachsens Klöstern.
Fast alle Ortsnamen rund um das Klosterareal gehen auf die Zeit nach der Reformation zurück, als Herzog Moritz mit dem Umbau des Klosters zum nie vollendeten Jagdschloss begann. Noch nicht einmal 100 Jahre währte die fürstliche Nutzung, und doch wurde aus der Klosterkirche die „Schloßkirche“, der Berg, auf dem das Kloster steht, heißt seither „Schloßberg“, aus dem von Abt Heinrich von Schleinitz zu Füßen des Berges angelegten Teich wurde der „Schloßteich“, und die lange eigenständige Gemeinde hieß „Schloßchemnitz“, bevor sie 1880 unter diesem Namen Stadtteil von Chemnitz wurde.
Heute empfängt den Besucher auf dem Berg über der Stadt eine grüne, baumbestandene Oase mit blühenden Sträuchern, Blumen und Bänken, ein stiller Ort und doch vom Atem der Geschichte mehr als nur gestreift. Ein Schloss sucht der Gast vergeblich, aber die gewaltige spätgotische Schloßkirche und das benachbarte Schloßbergmuseum bewahren die Schätze der einstigen Reichsabtei St. Marien aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Besonders lohnenswert ist ein geführter Rundgang durch die Ausstellung „Spätgotik“ im Schloßbergmuseum, das in den einstigen Klosterräumen im Erdgeschoss in würdiger Form ein Kooperationsprojekt zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Kunstsammlungen Chemnitz präsentiert: Sachsens bedeutendste Sammlung vor allem spätgotischer Skulpturen mit mehr als 100 geschnitzten und gemalten Kunstwerken aus 39 sächsischen Orten.
In der Ausstellungsführung lasse ich die Skulpturen selbst ihre Geschichten erzählen. Es sind Geschichten der Sammlung des Museums des Sächsischen Altertumsvereins in Dresden, aus dem im Feuersturm des Februar 1945 nur wenige Stücke unversehrt geborgen werden konnten, Geschichten von Künstlern des Spätmittelalters, die andere Volksbücher als die Bibel als Vorlage benutzten, Geschichten vom moralischen Verfall der Auftraggeber der Skulpturen und auch Geschichten der einfachen Menschen, denen der Glauben vor allem über Skulpturen und Prozessionen vermittelt wurde, denn von dem in lateinischer Sprache abgehaltenen Gottesdienst verstanden sie nicht ein einziges Wort.
Und dann gibt es ja auch noch die geheimnisvollen Geschichten, im Kreuzgang mit dem mittelalterlichen Grabstein für Maria Magdalena ebenso wie am berühmten Heiligen Grab von Chemnitz oder in der benachbarten Klosterkirche, wo die Führung ihre Fortsetzung findet. Die kaiserlichen Wappen als Schlusssteine im spätgotischen Kirchengewölbe erzählen vom Stolz der Mönche auf die Reichsgründung, die unzähligen Details des aus ornamentalem Astwerk gebildeten und mehr als elf Meter hohen spätgotischen Portals offenbaren ebenfalls manch kleines Geheimnis, und die gewaltige Geißelsäule ist in ihrer Form fast ohne jedes Beispiel – all das und noch viel mehr sind zu erleben und zu bestaunen in der Reichsabtei St. Marien auf dem Chemnitzer Schloßberg. Einen schönen Artikel der Freien Presse Chemnitz vom 28. März 2014 zu den Führungen finden Sie hier.
Mit dem PKW benötigen Sie nur etwa fünf Minuten von der A4 bis zum Parkplatz: A4-Abfahrt Chemnitz-Glösa Richtung Stadt fahren, 2. Ampel rechts abbiegen, nach ca. 700 Metern im Kreisel die letzte Ausfahrt, dann nach weiteren 2,6 km hinter einer alten Litfasssäule rechts in die Schönherrstraße einbiegen, bis zum Ende fahren, dort parken, fünf Minuten Fußweg zu Kirche und Museum geradeaus oben auf dem Schloßberg. Gediegene Gastronomie finden Sie ebenfalls vor Ort, nur 1-2 Minuten von Ihrem Parkplatz entfernt.



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