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Einst Bergbau-, heute Naturschutzgebiet

Kalköfen in Ostrau an der Dresdner Straße
Eine Wanderung zu den Dolomitbrüchen bei Ostrau (ca. 6 km)

Ausgangspunkt unserer Wanderung sind die im Jahre 1996 restaurierten Kalköfen in der Dresdner Straße in Sichtweite des Bahnhofes Ostrau. Dieser Startpunkt der Wanderung läßt auch dem Bahnreisenden alle Möglichkeiten, zumal der Bahnhof durchaus gut von Zügen bedient wird. Von den Kalköfen wandern wir nun erst einmal ca. 300 Meter parallel zu den Gleisen in Richtung Norden, wo sich auch das Kalkwerk befindet.
Am Abzweig „Am Güterbahnhof“ biegen wir rechts ab und folgen dieser Straße ca. 400 Meter bis zu ihrem Ende. Unterwegs begegnen uns vor allem am Anfang zahlreiche große und verlassene Gebäude, die von einer Zeit künden, da Ostrau durch Kalkabbau und Bahnanschluß zu einer gewissen wirtschaftlichen Bedeutung gelangte. Kurz vor Ende des theoretisch auch mit dem PKW befahrbaren Weges finden wir rechts ein einzeln stehendes Fachwerkhaus. Bei diesem Haus handelt es sich um die 1798 erbaute ehemalige Ausspanne, denn ein Stück weiter auf der Wiese stand bis kurz nach dem 2. Weltkrieg ein Kalkofen.
Dieser mußte weichen, als 1948/49 ein Stück weiter talaufwärts ein Rückhaltebecken entstand. Bevor wir jedoch zu dem Rückhaltebecken gelangen, geht es von der genannten Wiese auf einem schmalen Pfad in die baumbestandene Bachaue. Links neben uns, auf der anderen Seite des Baches, hören wir auf dem Gelände des Kalkwerkes die Geräusche von LKW und Maschinen. Das meiste „schlucken“ aber die Bäume, so daß sich die Lärmbelästigung in Grenzen hält.

Bild oben: Die Kalköfen an der Dresdner Straße

Bild unten: Der Höhepunkt unserer Wanderung: Die Dolomitwand.
Dolomitwand Ostrau
Keine fünf Minuten sind vergangen, als unser Wanderweg auf einen Deich führt. Er sperrt das Tal ab und verhindert so, daß sich die Fluten des Baches bei Schneeschmelze oder Starkregen in die Ostrauer Häuser ergießen. Nach der Überquerung des Deiches können wir kurz einen letzten Blick in das Kalkwerksgelände werfen, dann steigen wir hinab in den Bereich, in dem sich bei Hochwasser das Wasser sammelt. Aber keine Angst, meist ist es weder naß noch schlammig, und der Weg über die Wiese ist sogar gemäht. Dann nimmt uns erneut der Wald auf.
Vor allem links des Weges begegnen uns nun häufig Überreste vergangener Bergbauzeiten, als hier noch Kalk transportiert wurde und hier offenbar auch Ziegelbauten standen. „Nebenbei“ können wir ein Vogelkonzert hören, nicht umsonst befinden wir uns in einem geschützten Gebiet mit zahlreichen seltenen Pflanzen und Tieren. Vom Kalkwerk hören wir hier nichts mehr.
Auch bei gemächlichem Wandertempo sollte es ab der Ausspanne nicht mehr als 20 Minuten dauern, bis wir an einen kleinen Wegabzweig kommen. Hier führt ein Weg mit einem Geländer links in eine Schlucht, und auch wenn es sich um eine Sackgasse handelt, sollten wir uns diese Chance nicht entgehen lassen.
Bereits nach wenigen Metern können wir die zahlreichen Kalksteinschichten aus nächster Nähe betrachten. Zur Geologie und auch zur Pflanzen- und Tierwelt stehen hier Informationstafeln, weshalb wir auf eine nähere Erläuterung an dieser Stelle verzichten möchten. Langes Stehen ist hier allerdings auf Grund der zahlreichen Mücken nicht unbedingt empfehlenswert.
Wieder zurück auf unserem Wanderweg, führt uns dieser nach weiteren 5 Minuten zum „Forsthaus Zschochau“. Links können wir eine mächtige Steinwand entdecken. Hierher rollten die Fuhren mit Kalkstein aus der von uns am anderen Ende besuchten Schlucht, eine Verladerampe also. Ob es hier einst auch einen Kalkofen gab, ist nicht überliefert, eine Karte von 1858 zeigt allerdings an diesem Standort ebenfalls einen Ofen.
Vom Forsthaus benötigen wir noch ca. 15 Minuten bis Zschochau. Der Weg ist wieder breiter, Autos fahren aber hier selten. Leider müssen wir am Ende den gleichen Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt wandern, denn eine Rundwanderung ist hier nicht möglich, wenn wir nicht auf der Straße wandern wollen. Die schöne Natur läßt das aber nicht allzu schwer werden, und am Schluß wird sich vielleicht mancher Wanderer sagen: Hierher komme ich gerne wieder.
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Rad- und Wanderkarte Riesa, Oschatz, Großenhain und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro








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