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Ein Berg zeigt uns die Richtung

Metzrad Oschatz 1828
Mit dem Rad von Oschatz nach Collm (ca. 14 km)

Startpunkt unserer Wanderung ist die Brücke der B6 über die Döllnitz. Dieses Mal fahren wir zunächst ein kurzes Stück Richtung Meißen, aber nur bis zur in Sichtweite befindlichen Ampel, weil wir dort die Schienen der Schmalspurbahn überqueren wollen. Dahinter wird es ruhiger. Wenn wir jetzt gleich die erste Gasse links abbiegen, können wir parallel zur Döllnitz und zur Schmalspurbahn in Ruhe zum Südbahnhof fahren, den wir rasch erreichen. Dort führt der asphaltierte Weg neben der Schmalspurbahn weiter zum Eulensteg.
Der Eulensteg ist ein lauschiges Plätzchen. Porphyrfelsen, die von üppiger Vegetation bewachsen sind, geben dem Gelände einen besonderen Reiz. Schmucke Einfamilienhäuser begrüßen uns - Altoschatz ist erreicht. Die Kirche thront wie eh und je auf der Höhe, als wolle sie das Treiben im Ort überwachen. Wir biegen zunächst links ab, umfahren die Kirche und halten uns vor dem Teich unterhalb der Kirche rechts. Nach kurzer Fahrt fahren wir vor der Bachbrücke geradeaus und erreichen den Stranggraben, wo uns der Wald aufnimmt.
Der schattige Weg ist nicht langweilig. Die Gegend strahlt Ruhe aus. Bänke laden den Wanderer zum Verweilen ein. Immer wieder bietet sich Gelegenheit zu besonderen Beobachtungen. Eine haarige Raupe läuft über den Weg. Ob aus ihr einmal ein schöner Schmetterling werden wird? Der Kuckuck ruft. An der Straße weist uns die gelbe Wegemarkierung nach rechts. An einer Kreuzung angelangt, sehen wir rechter Hand über einen Teich hinweg die Ruinen des „Wüsten Schlosses Osterland“, wo wir gern rasten. Gewaltige Mauerreste erinnern an einen großräumigen Bau.
Nach der Rast fahren wir wieder am Teich vorbei und geradeaus eine kurze Steigung empor, um dann gleich wieder rechts auf einen Fahrweg abzubiegen. Über uns kreisen die Bussarde, Grillen zirpen. Links ein Kornfeld, rechts eine Wiese. Nach kurzer Fahrt passieren wir ein einsam gelegenes Gehöft. Wenn wir auf der rechten Seite ein kleines Wäldchen passieren, können wir kurz einmal absteigen. In Sichtweise des Weges befindet sich das Grab von Carl August Metzrad, der sich 1828 in den Ruinen des Wüsten Schlosses Osterlant erschoß und der hier beigesetzt wurde.

Bild: Metzrads Grab.
Nun geht es weiter geradeaus, zunächst in das Tal über eine Brücke, und dann wieder leicht bergan bis zur Wermsdorfer Straße. Nach der Überquerung fahren wir geradeaus die schnurgerade „Allee 13“ mit der gelben Wegemarkierung. Vielleicht 200 m vor Erreichen einer Schutzhütte finden wir rechts im Wald den sogenannten „Albertstein“, der an den letzten Jagdansitz des sächsischen Königs Albert erinnert.
Nach ab einer kurzen Rast in der Schutzhütte folgen wir dem Weg geradeaus weiter durch den Wald bis an seinen Rand. Als wir den Wald verlassen, liegt vor uns der Collm mit dem gleichnamigen Dorf an seinem Fuße. Über einen Feldweg erreichen wir die Landstraße und kurz darauf das Dorf. Unser erster Weg führt zur Collmer Linde, einem Naturdenkmal, die auf dem Friedhof des Ortes vor der Kirche steht. Ihr wird zwar ein Alter von 1.000 Jahren nachgesagt, aber das ist für eine Linde wohl doch zu hoch gegriffen. Sie ist trotzdem der mächtigste Baum dieser Art im nordsächsischen Raum.
Der freundliche Wirt des benachbarten Gasthofes serviert uns eine Erfrischung, und wir rasten erst einmal.
Für den Heimweg ist ab Collm selbstverständlich ein anderer Kurs vorgesehen. Die rote Wegemarkierung führt uns in Richtung Osten über den Oberweg am Spitzcollm vorbei und anschließend durch den Stadtwald. Da es fast nur bergab geht, können wir uns rollen lassen. Bereits nach kurzer Zeit kommen rechts Häuser in Sicht – Striesa. Wir rollen an dem kleinen Dorf vorbei und an der bald folgenden Kreuzung einfach geradeaus weiter. Jetzt müssen wir ein Stück strampeln, denn es geht bergan. Unter dem Berg links befinden sich Rohstoffe für unsere Nachfahren – der Hutberg ist eine geschlossene und aufgefüllte Mülldeponie, wo es inzwischen auch Wanderwege und Bänke gibt.
Bald gelangen wir an eine stark befahrene Straße, die Straße von Oschatz nach Wermsdorf. Wenn wir auch hier einfach geradeaus über diese Straße fahren, rollen wir bergab zu genau der Brücke, über die wir am Beginn der Wanderung nicht gefahren sind – der Stranggraben ist erreicht, und die letzten Minuten unserer Wanderung fahren wir einfach den gleichen Weg wie am Beginn zurück.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Dahlener Heide, Wermsdorfer Wald und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro



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