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Literatur zu Meißen und Umgebung

Die nachfolgend aufgeführten 23 Publikationen zu Meißen und Umgebung sind ausnahmslos alle in meinem Verlag erschienen und im Regelfall nur bei mir direkt bestellbar. Sollten Sie eine Bestellung aufgeben wollen, die Bestellbedingungen finden Sie hier. Viel Spaß beim Schauen!


Hans-Jürgen Pohl: Aus der Geschichte der Familie von Schleinitz – ein Beitrag zur sächsischen Landesgeschichte (2010), Preis: 6,00 Euro

Die Geschichte der Familie von Schleinitz dokumentiert zugleich einen wesentlichen Teil sächsischer Landesgeschichte vor allem der Zeit zwischen 1450 und 1650. Die einst in Sachsen weitverzweigte Familie derer von Schleinitz war in den verschiedensten Funktionen im markmeißnischen und kursächsischen Staatswesen sowie in der Kirchenverwaltung tätig und zugleich wesentlicher Kulturträger des Landes. Sie beauftragten die besten Architekten für ihren Burgen- und Schlösserbau sowie die bekanntesten sächsischen Bildhauerwerkstätten für ihre Kirchenausstattungen und dienten den meißnischen Markgrafen und späteren sächsischen Herzögen und Kurfürsten als wirtschaftliche und politische Berater. Das vorliegende Heft führt die Leser vor allem in die Region zwischen Meißen und Oschatz, aber auch nach Dahlen oder Kriebstein. Zusätzlich werden verschiedene bedeutsame Familienmitglieder gesondert vorgestellt. Auch wenn die Ausführungen in der 60 Seiten umfassenden Publikation aufgrund der Vielschichtigkeit des Themas natürlich nicht allumfassend sind, können sie doch dazu beitragen, sächsische Heimatgeschichte mit all dem Reichtum geschichtsträchtiger Baulichkeiten und Kunstwerke lebendig werden zu lassen und mit den geschichtlichen Personen dieser Zeit zu verbinden.


Hans-Jürgen Pohl: Die meißnischen Markgrafen vor den Wettinern (2009), Preis: 6,00 Euro

Wer sich für die markmeißnisch-sächsische Geschichte und die ihrer Herrscher näher interessiert, der findet sie in den fast schon unzähligen populärwissenschaftlichen Publikationen als die Geschichte der Wettiner – der wettinischen Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige – dargestellt. Dabei geht es um die Zeit zwischen 1089 und 1918. Die frühen meißnischen Markgrafen aus den etwa 160 Jahren, die zwischen der Gründung der Burg Meißen und dem genannten Jahr 1089 liegen, bleiben hingegen oft völlig unbeachtet. Insgesamt 829 Jahre regierten die Wettiner in Mitteldeutschland, davon werden 794 Jahre durch den Dresdener Fürstenzug personell verkörpert. Plastiken früherer Markgrafen finden sich in Form einiger Stifterfiguren des Naumburger Domes (Hermann und Ekkehard II.) oder auch in der Stiftskirche Gernrode (Gero). Sie und noch zahlreiche weitere Markgrafen hatten einen maßgeblichen Anteil an der Stabilisierung der Verhältnisse in der frühen Mark Meißen. Die vorliegende Publikation (52 Seiten, Innenteil S/W, Rückendrahtheftung) versucht also, diese frühe Geschichte des Kerngebietes des Landes Sachsen darzustellen, in einer Zeit, als der sächsische Raum noch wesentlich vom slawisch-sorbischem Einfluß geprägt war, die erschlossenen Landgebiete den offenen Siedlungslandschaften der sorbischen Gaue entsprachen und an Städte im heutigen Sinne noch längst nicht zu denken war.


Hans-Jürgen Pohl: Das Burggrafenschloß zu Meißen (1999), Preis: 4,00 Euro

Der Meißner Burgberg wird in der neuzeitlichen Literatur oft als die „Wiege Sachsens“ bezeichnet. Allgemein wenig bekannt ist jedoch der Umstand, daß neben den Markgrafen und Bischöfen als dritter reichsunmittelbarer Fürst ein Burggraf auf dem Meißner Burgberg residierte. Das Meißner Burggrafenamt fand schon in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein jähes Ende. Bauten aus burggräflicher Zeit haben sich deshalb auf dem Meißner Burgberg nicht erhalten. Von der Machtbefugnis der Burggrafen kündet heute nur noch die gewaltige, spätromanische Schloßbrücke mit ihren Torhäusern, einst zugehörig zur Kurie des Burggrafen.
Der auf 32 Seiten im Heft (A5-Format, Umschlag farbig gedruckt, Innenteil S/W, Rückendrahtheftung) dargestellte Rundgang mit zahlreichen s/w Abbildungen läßt ein Bild des Meißner Burggrafenhofes mit seinen Gebäuden und baulichen Anlagen wiedererstehen. Damit soll versucht werden, diesen Teil der meißnischen Geschichte in wesentlichen Teilen aufzuarbeiten und dem geneigten Leser und Betrachter zugänglich zu machen.


Unbekannter Verfasser (Ms. im Besitz des Herausgebers, um 1820): Historische Nachrichten über das Hochstift Meißen zur Zeit der Reformation. Erstdruck, Preis: 7,00 Euro

Das vorliegende Heft umfaßt 52 Seiten im A5-Format (einfache Gestaltung, Rückendrahtheftung) und behandelt die Einführung der Reformation im Hochstift Meißen. Die gedruckten Nachrichten zur Geschichte der Reformation in Meißen sind nicht sehr zahlreich und oft nur schwer zugänglich. Am 29. August 2007 fiel dem Herausgeber ein Manuskript zu diesem Thema in die Hände, dessen übertragene Fassung mit einem dem Inhalt angepaßten Titel (Originaltitel im Manuskript: Nachrichten über das Hochstift Meißen) in diesem Heft als Erstdruck nach fast 200 Jahren dem geneigten Leser übergeben wird.
Leider ist es bisher nicht gelungen, das Manuskript einem bestimmten Autor zuzuordnen. Im Manuskript selbst fehlen sowohl der Name des Autors als auch ein Datum. Ein möglicher Kandidat wäre Johann Gottlieb Körnich, der zumindest zwischen 1814 und 1840 in Meißen als Stadtschreiber und Stadtrichter tätig war und dessen Schrift um 1820 weitestgehend mit der des Manuskriptes übereinstimmt .
Auch dann, wenn er tatsächlich der Schreiber des Manuskriptes sein sollte, bleiben viele Fragen offen. In seinem Amt hatte er Zugang zu den Meißner Ratsakten, die in der Arbeit mehrfach erwähnt werden. Damit kommt er auch als Autor dieser Arbeit möglicherweise in Frage. Körnich hielt seinerzeit nachweisbar auch Vorträge zu geschichtlichen Themen um Meißen; ein persönliches Interesse von ihm an der Meißner Reformationsgeschichte scheint also durchaus denkbar. Allerdings ist es gerade seine Tätigkeit, die durchaus gleichberechtigt noch weitere Varianten ins Spiel bringt. So kann neben der Möglichkeit, daß ihm als Schreiber das Manuskript vom eigentlichen Autor diktiert wurde, nicht ausgeschlossen werden, daß er ein ihm vorliegendes älteres und heute unbekanntes Manuskript eines fremden Autors einfach noch einmal abgeschrieben hat.
Entstehungszeit und Autorschaft bleiben also trotz einer möglichen Feststellung des Schreibers weiter im Dunkel der Geschichte verborgen. Der hochinteressante Inhalt sowie auch die Art und Weise des sprachlichen Umgangs sprechen allerdings definitiv für einen Kenner der Materie als Autor. Sprachstil sowie Schreibweisen der Entstehungszeit wurden in der vorliegenden Arbeit denn auch beibehalten.
Die Beschaffenheit des Manuskriptes vermittelt dem Betrachter den Eindruck einer druckfertigen Vorlage. Ganz saubere Schrift, ganz wenig Streichungen, die Bögen sorgsam mit Faden gebunden – viel besser kann ein Manuskript nicht aussehen. Freilich hat der Autor an den hier vorliegenden Druck nicht letzte Hand anlegen können. So sind Fehler, die er selbst vielleicht auf dem Korrekturbogen erkannt hätte, am Ende wohl unvermeidbar.
Um dem Leser ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie so eine Originalhandschrift aussehen kann, sind drei verschiedene Seiten des Manuskriptes als Kopie auf den letzten drei Seiten der Publikation abgebildet, mit Verweis auf die jeweils zutreffenden Stellen im Heft.


Hans-Jürgen Pohl: Der Grabstein der Zwickauer Ratsherren zu Meißen. Ein Beitrag zur sächsischen Landesgeschichte (2006), Preis: 4,00 Euro

Als im März des Jahres 1983 bei Bauarbeiten im Kreuzgang des ehemaligen Augustinerchorherrenstiftes St. Afra zu Meißen eine ca. zwei mal zwei Meter große mittelalterliche Grabplatte mit der Darstellung von vier Personen gefunden und wenig später auch deren Grablege freigelegt wurde, da war das damals eine kleine Sensation. Es handelte sich um das Grabmal des Bürgermeisters Peter Mergenthal und drei seiner Ratsherren aus Zwickau, welche im Jahr 1407 in Meißen auf dem Burgberg auf Befehl des meißnischen Markgrafen hingerichtet worden waren.
Am 10. Juli 2007 jährte sich nun zum sechshundertsten Mal dieser Vorfall. Mit dem vorliegenden Heft (36 Seiten im A5 Format, einfache Gestaltung, SW) sollen die geschichtlich nachvollziehbaren Ereignisse von 1407 auf dem Burgberg zu Meißen, die Schilderung des Auffindens des sandsteinernen Grabmales und der Bestattungen 1983 im Kreuzgang von St. Afra sowie die Beschreibung des auf der Grabplatte Dargestellten einschließlich der Deutung der umlaufenden lateinischen Umschrift einer interessierten Öffentlichkeit in Wort und Bild zugänglich gemacht werden.


Hans-Jürgen Pohl: Cölln bei Meißen. Die Gründungsgeschichte eines Meißner Ortsteiles - Beispiel einer fehlgeschlagenen Stadtplanung? (2008), Preis: 5,00 Euro

Der Ort Cölln stand, was seine Geschichte anbetraf, immer im Schatten des geschichtsträchtigen Meißen auf der gegenüber liegenden Seite der Elbe. Bis zur Reformation bischöflich-stiftischer Grundbesitz, war es ein kleines Dorf gewesen, mit Bauern, Gärtnern, besitzlosen Landarbeitern, Herrengut und Pfarre – eine Geschichte, wie die vieler anderer Dörfer auch. Und Cöllns Ursprung verlor sich im Dunkel der Geschichte. Im endenden 19. Jahrhundert vermuteten Sprachwissenschaftler den Ort als hervorgegangen aus einem angeblichen Sorbendorf namens Colne.
Doch nun neben dieser Hypothese auf 44 Seiten im A5-Format (Rückendrahtheftung, Innenteil einfache Gestaltung, einige Karten und Ortspläne) eine neue! Eine kleine Dorfgemeinde – und trotzdem eine eigene Kirche. Wenig dörfliche Ackernutzflur – aber ein urbanes Dorfstraßennetz. Keine überregionale Bedeutung – aber Vögte der Silberstadt Freiberg standen einst inmitten des Ortes. Gärtner und Bauern, belächelt von hochmütigen Stadtbürgern – aber die Vorfahren eben dieser Dörfler kamen aus hochmittelalterlichen Städten.
Das 1233 erstmals urkundlich erwähnte Cölln, deklariert als ein angedachter, aber schon in der Anfangsphase wieder aufgegebener urbaner Gründungsversuch der Meißner Kirche im Hochmittelalter. Cölln an der Elbe – war es von Vornherein als grundherrschaftliches Dorf der Meißner Kirche angelegt oder war es doch einst als urbaner Ort des Bistums geplant? Gescheiterte Stadtgründungsversuche oder nach kurzer Zeit wieder aufgegebene Urbanitäten sind durchaus nicht so selten gewesen, und es gibt mehrere Beispiele davon in Sachsen. Sie mutierten zu Dörfern oder wurden zu Wüstungen.
Ein spannender Ausflug in das 13. Jahrhundert, der, wenngleich er am Ende in Teilen hypothetisch bleiben muß, doch bereits im JG 2005 des „Neues Archiv für Sächsische Geschichte“ im Überblick zu finden ist und durchaus einiges an Wahrscheinlichkeit für sich hat.


Werner Schmidt: Meißner Kirchen und ihre steinernen Geheimnisse. Geometrie und Astrologie im Kirchenbau. (2008), Preis: 5,00 Euro

Wenn ein Besucher eine ihm unbekannte mittelalterliche Kirche betritt, nimmt jeder Einzelne das Bauwerk mit der Beleuchtung, der Gestaltung, der Konstruktion oder der Ausstattung auf seine eigene Weise wahr. Was der Besucher nicht sofort erkennen kann, sind die Beweggründe für Bau und Plazierung des Gotteshauses, dem der Bauherr über die Wahl des Standortes eine besondere symbolische Bedeutung in theologischer, astrologischer oder auch alchimistischer Hinsicht verleihen konnte.
So spielten gedankliche Beziehungen durch die Wahl des Patronatsheiligen, dessen Namen die Kirche tragen sollte, für den Kirchenbau ebenso eine Rolle wie die nur mit dem mathematischen Verstand erfaßbare Zahlenästhetik der Maßverhältnisse im Werk der planenden und ausführenden Architekten. Diesem heute verborgenen Wissen in einigen Meißner Kirchen nachzuspüren, als Diskussionsbeitrag zum Geschichtsbild der betreffenden Kirchen, ist das Anliegen der vorliegenden Arbeit.


Werner Schmidt: Meißens Allerheiligenkapelle als Informationsträger. Raumgeometrie und Bildsprache (2011), Preis: 4,00 Euro

Da die Allerheiligenkapelle im Meißner Dom wahrscheinlich in nur wenigen Jahren des ausgehenden 13. Jahrhunderts errichtet worden ist und ihre Bausubstanz über mehrere Jahrhunderte im Wesentlichen unverändert blieb, besticht ihr Innenraum heute durch seine künstlerische Geschlossenheit, sowohl als Baukörper als auch mit seiner teilweise schadhaften Bauplastik. So ist in der Bauplastik ein zusammenhängendes Bildprogramm zu erkennen, dessen Sinn gedeutet werden will. Und der angenehme Eindruck, den die Besucher beim Betreten der Kapelle empfinden, wird durch das reichlich einfallende Licht, aber möglicherweise auch durch die besonderen Maßverhältnisse des Raumes hervorgerufen.
Wer die Sprache des Kapellenraumes und seiner Bildwerke zu verstehen sucht, muss die geometrischen Gesetzmäßigkeiten auffinden, die der Baumeister angewandt hat. Und er muss die bildnerischen Traditionen bis zur Entstehungszeit des Bauwerkes kennen. Aber in den Bildwerken der Meißner Allerheiligenkapelle fallen Besonderheiten auf, die nicht der bekannten Tradition entsprechen. Hat der Bauherr sie veranlasst? Oder wollte der Steinbildhauer eigene Gedanken ausdrücken? Was können die gestalteten Besonderheiten aussagen?
Um heute, mehr als 700 Jahre nach dem Bau der Allerheiligenkapelle, Antworten auf diese Fragen zu finden, wurde die vorliegende Arbeit begonnen (32 Seiten, A5-Format, einfache Gestaltung, Rückendrahtheftung). Sie kann nicht als abgeschlossen gelten, sondern möchte zu weiteren Diskussionen anregen.


Werner Schmidt: Rätselhafte Bildwerke im Meißner Dom – Drachen und Wilde Männer (2013), Preis: 5,00 Euro

Wohl jeder, der sich in den älteren Kirchen Mitteldeutschlands aufmerksam umschaut, hat sie schon einmal gesehen: steinerne Drachen, Schlangen, Löwenköpfe oder Wilde Männer. Solche rätselhaften Bilder begegnen uns auch im Meißner Dom. Da sind Fabeltiere dargestellt, die in der Natur nie gesehen wurden, es blicken uns menschenähnliche Gesichter in wild verformten Köpfen an, und es wachsen Pflanzenteile aus Kopf und Mund eines Männergesichtes.
Im sakralen Raum hat alles eine Bedeutung, die den Schöpfern der Bildwerke bewusst war, die uns heute aber oft unbekannt geworden ist. Was hat es mit diesen Bildwerken auf sich, warum wurden sie erschaffen? Dieser Frage geht der Coswiger Autor Werner Schmidt in der vorliegenden Publikation (A5-Format, 40 Seiten, S/W, Rückendrahtheftung, einfache Gestaltung) anhand der Bildwerke im Meißner Dom nach, indem er versucht, die Denkweisen jener Zeiten nachzuempfinden, in denen die uns interessierenden Bilder geschaffen wurden, die Umstände zu betrachten, unter denen sie entstanden sind und vergleichbare Beispiele aus demselben Zeitraum zu finden. Daraus ergeben sich einige Deutungsvorschläge, die in der Arbeit zur Diskussion gestellt werden.


Robert Schmidt: "Der 7jährige Krieg 1756-1763 zwischen Elbe und Mulde" (2007), Preis: 6,00 Euro

Fast 250 Jahre ist es her, daß der mittelsächsische Raum zwischen Dresden und etwa einer Linie Torgau-Döbeln im 7jährigen Krieg über mehrere Jahre zum hoffentlich letzten Mal zentraler Kriegsschauplatz war. Nach dem Ende des Krieges im März 1763 zog der Meißner Kreisamtsmann Ferber eine erschütternde Bilanz: "das Land wäre mit Brandlöchern, Küchen, Kellern, Lagerstätten und sonst durch und durch gegraben und ruinieret, dabei das Erdreich zum Teil in die Hohlwege geschmissen, die Häuser wären abgebrannt, ausgestorben und wüst, Schiff und Geschirr alles weggenommen, die Holzung abgetrieben ...". Zahlreiche Dörfer der Region brannten damals nieder, viele kleine und auch einige große Gefechte sorgten für ständige Gefahr.
Nachdem bereits 2004 eine erste kleine Arbeit zu diesem Thema erschien, legte der Autor jetzt einen mit 56 Seiten exakt doppelt so umfangreichen Aufsatz vor, in dem sich zahlreiche Details lokaler Aufzeichnungen und Chroniken befinden (dabei u.a. Borna, Clanzschwitz, Dahlen, Döbeln, Dresden, Freiberg, Großböhla, Hof, Laas, Leuben, Löthain, Lommatzsch, Lorenzkirch, Oschatz, Meißen, Mühlberg, Nischwitz, Nossen, Prausitz, Riesa, Rüsseina, Seerhausen, Strehla, Torgau, Wermsdorf, Wittenberg, Zschepa, Zschochau) weiterhin Anmerkungen zu den damals wirkenden Dichtern und Denkern wie Lessing, Gellert, Rabener oder Fuchs sowie eine relativ umfangreiche Darstellung zum Hubertusburger Frieden. Über 100 Fußnoten mit Quellennachweisen und Anmerkungen runden diese neue Auflage ab.
Separat erhätlich sind zu diesem Thema auch Farbkopien von Karten zum 7jährigen Krieg. In unserem Archiv befinden sich zahlreiche handcolorierte und auch gedruckte Karten zum 7jährigen Krieg in Sachsen, Schlesien und anderswo. Erhältlich wären bei Verfügbarkeit A4-Farb- bzw. Teilkopien. Der Preis pro Farbkopie beträgt 4 Euro pro Karte. Bitte konkret zu dem Sie interessierenden Ereignis/Ort anfragen!


Hans-Jürgen Pohl: Geschichten und Sagen des Meißner Landes, geschrieben nach alten Chroniken, Urkunden, Überlieferungen (2. Auflage 2006). Teil I, Preis: 6,00 Euro

Die hier im A5-Format (Rückendrahtheftung) auf 52 Seiten vorliegenden Geschichten und Sagen (Teil I = 28 Sagen) haben neben ihrem Handlungsort in der alten Mark Meißen im Regelfall eines gemeinsam: Sie wurden in der Mehrzahl nicht den vielen schon vorhandenen Sagenbüchern entlehnt, sondern entstammen häufig alten Schriften und Chroniken. Das Grundanliegen dieser Reihe geht aber über die bloße Wiedergabe von Geschichten und Sagen hinaus. Und so finden sich bei vielen Texten erläuternde Anmerkungen zum historischen Hintergrund, die Lesern aller Altersstufen helfen sollen, sich ein Bild zu den geschichtlichen Abläufen längst vergangener Tage zu machen.

Inhalt:

Der heilige See
Das Gastmahl des Markgrafen Gero
Die tapferen Frauen von Meißen
Blut, aus Brot geflossen, zeigt Krieg an
Von Bischof Krafft’s schrecklichem Ende
Die Legenden um den Bischof Benno
Der Klosterräuber von Altzella
Die Bettelmannskirche zu Meißen
Die Fegefeuernische im Meißner Dom
Der Teufel holt zwei Chorknaben
Der verhängnisvolle Blitzstrahl
Der Gänsejunge von Meißen
Karraß in der Nasse
Getäuft und flugs ersäuft
Der Mord am Walthersbrunnen
Wie die Schloßstufen in Meißen aus den Mitteln einer Geldstrafe wiederhergestellt wurden
Der Sturz mit dem Pferd
Der Preußenkönig und der Soldat
Die Gründung des Klosters Zum Heiligen Kreuz
Das Scheechhäusel von Proschwitz
Die Sage von Siebeneichen
Der Totenkopf zu Batzdorf
Die Entdeckung des Silbererzes von Scharfenberg
Der Fähnrich von Scharfenberg
Der Juwelen- und Silberschatz von Seußlitz
Wie Schloß Hirschstein zu seinem Namen kam
Die vergifteten Kirschen zu Hirschstein
Die betrunkene Amme zu Hirschstein


Hans-Jürgen Pohl: Geschichten und Sagen des Meißner Landes, geschrieben nach alten Chroniken, Urkunden, Überlieferungen (2. Auflage 2006). Teile II und III in einem Band, Preis: 9,00 Euro

Die hier im A5-Format (Rückendrahtheftung) auf 76 Seiten vorliegenden Geschichten und Sagen (Teil II = 30 Sagen; Teil III = 16 Sagen) haben neben ihrem Handlungsort in der alten Mark Meißen im Regelfall eines gemeinsam: Sie wurden in der Mehrzahl nicht den vielen schon vorhandenen Sagenbüchern entlehnt, sondern entstammen häufig alten Schriften und Chroniken. Das Grundanliegen dieser Reihe geht aber über die bloße Wiedergabe von Geschichten und Sagen hinaus. Und so finden sich bei vielen Texten erläuternde Anmerkungen zum historischen Hintergrund, die Lesern aller Altersstufen helfen sollen, sich ein Bild zu den geschichtlichen Abläufen längst vergangener Tage zu machen.

Inhalt:

Die ältesten Elbsagen
Wie Meißen in böhmische Hände fiel
Beneda
Der fromme Klausner Siegfried
Der Baum mit den goldenen und silbernen Blättern
Der Traum der Markgräfin Agnes
Der Geißler Konstantin
Die Zwickauer Ratsherren
Der Bußprediger Capistrano
Die Flucht in den Tod
Der Pönitenzturm
Der schöne Junker von Schleinitz
Der stählerne Herzog
Der gestürzte Wappenschild
Die Schätze des Domes
Kaiser Karl reitet die Roten Stufen hinauf
Die unfreiwillige Elbefahrt
Die ertrunkenen Mägde zu Zscheila
Der weite Weg nach Meißen
Ein seltsamer Gast
Das Domgespenst
Der Glaser und der Teufel
Die Karraßburg in Coswig
Der Schäfer zu Heynitz
Die Hexe zu Heynitz
Das Bockwener Kreuz
Der Mönch im Klostergarten von Altzella
Der Schamprich zu Nossen
Das weiße Lamm
Der Nixstein bei Strehla
Der „Huthübel“ bei Steudten und die Daleminzierburg „Gana“
Der Reichstag zu Meißen
Das Rätsel von den drei Schlössern und den drei Wässern
Meißens jüdische Gemeinde
Das silberne Grabmal
Der trunksüchtige Chorherr
Neidhard Fuchs, geboren zu Meißen
Mordanschlag vorm Hochaltar
Propst Klunker
Gefeit gegen Wehr und Waffen
Ritter, Tod und Teufel
Preußenkönig Friedrich und die quakenden Frösche
Die Kapelle im Ottiliengrund
Spuk und Mord am Gosebach
Der Schäfer zu Zehren
Die Räuberhöhle bei den Klosterhäusern


Hans-Jürgen Pohl: Geschichten und Sagen des Meißner Landes, geschrieben nach alten Chroniken, Urkunden, Überlieferungen (2. Auflage 2008). Teil IV, Preis: 6,00 Euro

Die hier im A5-Format (Rückendrahtheftung) auf 52 Seiten vorliegenden Geschichten und Sagen (Teil IV = 14 Sagen) haben neben ihrem Handlungsort in der alten Mark Meißen im Regelfall eines gemeinsam: Sie wurden in der Mehrzahl nicht den vielen schon vorhandenen Sagenbüchern entlehnt, sondern entstammen häufig alten Schriften und Chroniken. Für den zuerst 1997 erschienenen Teil IV der „Geschichten und Sagen des Meißner Landes“ ist der Titel wohl nicht ganz zutreffend. Denn es handelt sich bei dem Inhalt dieses Heftchens fast ausschließlich um geschichtlich Bezeugtes oder um wissenschaftlich Gedeutetes – also um weniger Sagenhaftes. Ausgenommen davon sind lediglich der sagenhafte Bericht von der Gefangennahme des Meißner Bischofs durch die Hussiten und die Erzählung vom Entstehen der Meißner Fummel. Trotzdem wurde der Titel beibehalten, da ja alle vier Teile als eine Einheit meißnischer Berichte und Erzählungen zu betrachten und zu werten sind.

Inhalt

Wie Meißen zu seinem Namen kam
Der Abgott von Zadel
Die Riesenrippe am Kirchenportal zu Nossen
Der steinerne Judenkopf an der Fleischbankgasse zu Meißen
Ein Bischof namens Hofmann
Ein Meißner Franziskaner streitet wider den Aberglauben
Das Große Faß zu Meißen
Der Pfarrer zu Cölln
„Es Gelückt noch wol“
Das Mordteisen’sche oder Mardorff’sche Gefängnis und seltsame Wandinschriften
Der Buchstabenstein am Seelensteig und wie der Seelensteig zu seinem Namen kam
Die Meißner Fummel
Die Giftmischerin zu Zehren
Napoleons erste und letzte Rast in Meißen


Hans-Jürgen Pohl: Geschichten und Sagen des Meißner Landes, geschrieben nach alten Chroniken, Urkunden, Überlieferungen (1. Auflage 2010). Teil V, Preis: 6,00 Euro

Der im Juli 2010 erschienene 5. Band der Reihe enthält auf 44 Seiten nur drei Geschichten. Alle drei beziehen sich auf Persönlichkeiten, die auf die eine oder andere Weise ihre Spuren in Meißen hinterließen. Folgen wir dem Vorwort des Autors: „Da wäre als Erster (auf über 20 Seiten, d.R.) die recht populär gewordene Gestalt des sogenannten „Gänsejungen von Meißen“ zu nennen. Literarisch erfaßte Anekdoten über ihn gibt es gar viele, denn schließlich galt der am Hofe des sächsischen Kurfürsten lebende Klaus Narr zu „seiner“ Zeit vor rund 500 Jahren als einer der bekanntesten deutschen Narren an den fürstlichen Höfen. Doch wie war es denn wirklich mit der Geschichte von den Gänsen am Gürtel, die ihn als Knaben so berühmt machten – und mit der Stadt Meißen in Zusammenhang brachten? Berühmt in ganz anderem Sinne war auch der im 18. Jahrhundert lebende und am 15. August 1735 (= 275. Geburtstag im Jahr 2010) in Meißen geborene Johann Friedrich Ursinus. Er gilt als der eigentliche Begründer der wissenschaftlichen Geschichtsforschung der Stadt Meißen und hat uns eben nicht nur Geschichte, sondern in seinen Werken und Briefen auch selbst erlebte Geschichten überliefert, die oft eines sarkastisch-ironischen Untertons nicht entbehren und die es wert sind, hier einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden. Der letzte Beitrag betrifft den sicher nicht alltäglichen und seinerzeit vermutlich Aufsehen erregenden Fall des für das evangelisch-lutherische Hochstift Meißen bis 1741 tätigen Rechtsgelehrten Friedrich Schlegel, der 1731 in Meißen trotz aller Vorsicht Opfer einer Hochstaplerin wurde.“

Inhalt

Der „Gänsejunge von Meißen“ - Die wahre Geschichte einer Sagengestalt
Auf den Knien durch den Meißner Dom - Geschichten um Johann Friedrich Ursinus
Ein Meißner Jurist des 18. Jahrhundertsund sein größter „Fall“


Elbtal – Johann Herrmann Dielhelm: „Denkwürdiger und nützlicher Antiquarius des Elb-Stroms“ (1741), Preis: 6,00 €

„... Eine genaue und ausführliche Beschreibung von allen Städten, Schlössern, Festungen, Klöstern, Flecken, Dörfern, vornehmsten Gebäuden, Wappen, Messen, Märkten, Lagen etc., die an und um denselben liegen, und was sich sonst denkwürdiges ... bis in das Jahr 1740 damit zugetragen ...“. Daraus nur das 9. Kapitel: Von dem Lauf des Elbstroms von der alten Stadt Meißen nach Heiligenkreuz, Seußlitz, Riesa, Lorenzkirch, Strehla, Mühlberg und Belgern, nebst einer Beschreibung der Orte Radeburg, Nossen, Altzella, Großenhain, Oschatz, Hubertusburg und Schildau sowie umfangreichen Anmerkungen zum Roland in Belgern. Gebundener Auszug (Reproduktion) der Ausgabe von 1741 als 40seitiges A5-Heft.


Meißen – Lorenz Faust: „Geschicht und Zeitbüchlein der weitberühmeten Churfürstlichen Stadt Meissen“ (1588), Preis: 10,00 €

Ein Leckerbissen für alle Liebhaber richtig alter Bücher: ein Reprint (gebundene Reproduktion) der ältesten Meißner Stadtchronik von Lorenz Faust aus dem Jahre 1588. Das 100 Seiten starke Werk gibt Auskunft über die einstigen Bürgermeister, die Kirchen, Kriege, Hochwasser und vieles andere mehr. Zahlreiche Namen von Ratsmitgliedern lassen das Buch auch zu einer Fundgrube für Genealogen werden. Eine der ältesten gedruckten Quellen der Meißner Stadtgeschichte. Nur noch in wenigen Ex. verfügbar, daher Ausverkauf hier vorbehalten!


Meißen – Karl von Weber: Die Reliquien des Heiligen Benno und die Nonnen des Kloster zum Heiligen Kreuz bei Meißen zur Zeit der Reformation (1861), Preis: 3,00 €

Wer die Frauenkirche zu München kennt, der weiß, daß sich dort heute die Reliquien des Heiligen Bischof Benno von Meißen befinden. Wie kamen diese Reliquien einst nach München, wo doch in Meißen nicht einmal 20 Jahre nach der Heiligsprechung Bennos in den Wirren der Reformationszeit dessen Gebeine angeblich in der Elbe versenkt worden sein sollen? Ein weiteres Detail zur Einführung der Reformation in Meißen behandelt das Schicksal der Nonnen des Klosters „Zum Heiligen Kreuz“ vor den Toren Meißens, die ihr Kloster mit Standhaftigkeit immerhin über 20 Jahre nach Einführung der Reformation halten konnten, bevor es dann 1571 endgültig an die Landesschule von Meißen überwiesen wurde.Das vorliegende 20seitige Heft im A5-Format (gebundene Reproduktion) mit dem Aufsatz des damaligen Haupt-Staatsarchivars Karl von Weber ist ein kleiner, aber durch seine zahlreichen Fußnoten und Quellennachweise wertvoller Beitrag zur Reformationsgeschichte der Stadt Meißen.


Meißen – Konrad Seeliger: „Das Nonnenkloster zum heiligen Kreuz bei Meißen“ (1882/83), Preis: 10,00 €

Enthalten im heute kaum mehr verfügbaren ersten Band der Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Meissen, beschreibt der 68 Seiten umfassende Aufsatz im A5-Format (gebundene Reproduktion) nicht nur die ältere Geschichte des Klosters, sondern befaßt sich auch vergleichsweise relativ umfangreich mit den Ereignissen nach der Reformation, als die Nonnen aus dem Mühlberger Kloster ebenfalls nach Meißen kamen. Als Quellen dienten Seeliger u.a. auch die Aufzeichnungen von Johann Friedrich Ursinus, dessen Vorwort zur Thietmar-Chronik (Thietmar von Merseburg) unter „Sachsen“ verfügbar ist.


Meißen – Professor Theodor Flathe - Das Kloster der Augustiner Chorherren zu Sanct Afra in Meißen (1876), Preis: 11,00 €

Der Name „Professor Flathe“ hat in der Heimatgeschichte der Stadt Meißen einen guten Klang, gehörte er doch maßgeblich zu den Autoren der ersten Ausgaben der „Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen“. Die vorliegende, 76 Seiten umfassende Abhandlung (gebundene Reproduktion im A5-Format) zum Kloster St. Afra suchen wir dort indes vergeblich, denn sie erschien bereits sechs Jahre vor dem ersten Band der „Mitteilungen“ im 2. Band der Neuen Folge des Archiv für die Sächsische Geschichte. Da er viele Dokumente und Urkunden auswerten konnte, die Ursinus bei seiner 1780 erschienenen Historie des Klosters St. Afra noch nicht vorlagen, bietet dieser Beitrag die wohl letzte größere Ergänzung zur Geschichte dieses Klosters.


Meißen – Historische Nachrichten zum Roten Turm auf dem Schloßberg zu Meißen. Aus: Gottfried Immanuel Grundig/Johann Friedrich Klotzsch - Sammlung vermischter Nachrichten zur Sächsischen Geschichte, Band 1 (1767), S. 234-265; Johann Christian Hasche - Magazin der Sächsischen Geschichte aufs Jahr 1790, S. 349 - 357; Traugott Märcker - Das Burggrafthum Meißen (1842), S. 146-155, Preis: 8,00 €

In diesem 56 Seiten umfassenden Heft (A5-Format, gebundene Reproduktion) geht es um ein vielleicht ewiges Mysterium der sächsischen Landesgeschichte - den Roten Turm zu Meißen. Kein Bild kündet von ihm, keine Beschreibung läßt seine Gestalt aus dem Nebel der Vergangenheit emporsteigen. Bis wann gab es diesen Turm, und wo genau stand er? Geben Grabungsergebnisse oder Urkunden hier die richtige Antwort? Richtig streiten kann allerdings nur jemand, der alle Argumente kennt. Die hier als Einstieg vorliegende, den Roten Turm betreffende Abhandlung von Grundig und Klotzsch erschien vor 240 Jahren als wohl erste umfangreiche Arbeit zu diesem Bauwerk. Wenn Traugott Märcker sie 1842 in seinem „Burggrafthum Meißen“ als „gediegen“ bezeichnete, ist das allemal Referenz und Grund genug, sie hier noch einmal der Vergessenheit zu entreißen. Dabei erschien eine Aufnahme von Märckers vergleichsweise kurzem „Ausflug“ zum Roten Turm ebenfalls sinnvoll, denn auch seine Arbeit ist heute kaum noch verfügbar. Und auch die Arbeit von Hasche, wenngleich bei Märcker durchaus zu Recht in der Kritik, enthält doch einige interessante Anmerkungen insbesondere zum mutmaßlichen Standort sowie dem Zeitpunkt der Aufgabe des Turmes, wenngleich leider ohne Quellennachweis. Dennoch - falls das bei ihm erwähnte Jahr 1505 als Jahr der Schuttberäumung des Roten Turmes stimmt, stellt sich unwillkürlich die Frage, welche in den Jahren vor 1505 erbauten Gebäude auf dem Meißner Burgberg die gewaltigen Steinmassen des Turmes in ihren Fundamenten und Kellern aufgenommen haben könnten.


Meißen – Historische Nachrichten zum Schloss Meißen sowie zum Kloster St. Afra daselbst (1755/1790), Preis: 7,00 €

In diesem 48 Seiten umfassenden A5-Heft (gebundene Reproduktion) wurde vereint, was noch nie zusammen erschien: M.G.C. Kreysig: Beyträge zur Historie derer Chur- und Fürstlichen Lande, daraus: „Kurze Erzehlung, was auf dem weitberühmten Schlosse zu Meissen Merckwürdiges ehermals zu sehen gewesen und eines Theils noch ist“ (1755). Dieser Beitrag enthält einen Rundgang durch den Schloßbereich in der Mitte des 18. Jahrhunderts, wobei nicht nur die Zimmer des Schlosses, sondern beispielsweise auch Details zur Schloßbrücke oder dem Kornhaus enthalten sind. Der zweite Beitrag stammt aus der Feder von Johann Christian Hasche: Magazin der sächsischen Geschichte aufs Jahr 1790, daraus: „Historie des Klosters St. Afra, skizziert von Knauth“. Der gleiche Knauth ist übrigens auch Verfasser der „Altzellischen Chroniken“, von denen Sie Teile in unseren weiteren Angeboten finden.


Meißen – Johann Friedrich Ursinus: Geschichte der Adela, Tochter des Markgrafen Otto der Reiche (1805), Preis: 5,00 €

In der historischen Überlieferung zur Gründung des Klosters „Heiliges Kreuz“ bei Meißen gibt es die Nachricht, das Kloster sei um 1200 für des Markgrafen Schwester Adela gegründet worden. Was hat sich damals zugetragen, als die mit dem Böhmenkönig Ottokar verheiratete Adela um 1199 von diesem verstoßen wurde und zu ihrem Bruder nach Meißen flüchten musste?
Wer in den alten Meißner Chroniken und Schriften dazu etwas lesen möchte, der sucht vergeblich. Auch in der 1895 gedruckten Bibliographie des verdienstvollen Meißner Chronisten Johann Friedrich Ursinus finden sich keinerlei Nachrichten zu einer gedruckten Arbeit von ihm zur verstoßenen Königin Adela. Und als der Meißner Heimatforscher Hans-Jürgen Pohl im Spätsommer 2010 kurz vor seinem viel zu frühen Tod in den Band 5 seiner „Geschichten und Sagen des Meißner Landes“ einige „Geschichten um Johann Friedrich Ursinus“ anlässlich dessen 275. Geburtstages aufnahm, fehlte immer noch jeder Hinweis darauf, dass es doch eine gedruckte Arbeit des Ursinus zu Adela gibt – und es gibt sie, herausgegeben knapp 10 Jahre nach dem Tod des Ursinus im Jahre 1805 durch Christian Ernst Weiße.
Die Arbeit (32 Seiten, gebundene Reproduktion im A5-Format, S/W) macht deutlich, dass jeder – Bischof, Papst oder Kaiser – zwar das Adela zugefügte Unrecht erkannte, jeder für sich aber wohl mehr als nur einen Grund hatte, es sich nicht mit dem mächtigen Böhmenkönig Ottokar sowie dessen neuer Gemahlin Constantia, der Schwester des ungarischen Königs, zu verderben und statt dessen mit halbherzigen Versprechungen und Untersuchungen die verstoßene Adela ohne Entscheidung in der Sache hinzuhalten. Auch wenn sich natürlich aus heutiger Sicht manch ein Irrtum des Chronisten in seiner Arbeit befindet, so bietet sie uns doch in diesem Umfang unverzichtbare Informationen zu einem Vorgang, der vor mehr als 800 Jahren eine Königin ins Meißner Exil gehen ließ, bis diese dann fast 13 Jahre nach Prozessbeginn im Frühjahr 1211 starb.


Meißen – Christoph Gottlieb Richter: Historische Nachricht zu dem Gefecht bei Korbitz/Meißen am 21. September 1759, Preis: 2,00 €

Ein 12seitiger Auszug im A5-Format (gebundene Reproduktion) des 26. Heftes der „Gespräche im Reiche der Todten“, mit denen Richter die Zensur im 7jährigen Krieg überging, indem er zwei verstorbene Fürsten oder Fürstinnen der jeweiligen Kriegsparteien aus dem Jenseits einen Blick auf die Kriegsschauplätze werfen ließ, und diesen oft genug die Zitate aus den Zeitungen in Wien und Berlin wörtlich in den Mund legte. Das war nicht verboten, und so konnten sich die Leser selbst ein Bild vom Wahrheitsgehalt der „Heldengeschichten“ in ihren Tageszeitungen machen.



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