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Meißen und Wein

Eisenbahnwagen am Weinberg
Mehr als 20 in meinem Verlag erschienene Publikationen rund um Meißen und die Meißner Umgebung finden Sie hier.

Eine Wanderung rund um die Proschwitzer Weinberge (ca. 6 km)

Wer an Meißen denkt, dem fallen sicher zuerst das Porzellan, der Wein oder der Burgberg mit Dom, die Albrechtsburg oder das Prälatenhaus ein. Fast in den Hintergrund rückt dabei die Tatsache, daß es sich in der Landschaft rund um Meißen auch sehr schön wandern läßt. Unsere heutige Wanderung soll uns die Weinberge auf dem östlichen Elbufer zwischen Proschwitz und Meißen etwas näher bringen. Dazu fahren wir mit dem Auto nach Proschwitz, vorbei an Schloß und Schloßpark, und stellen es ganz am Ende der Straße an den Weinbergen ab, wo es ausreichend Parkmöglichkeiten gibt.
Gleich wenn wir aussteigen, bietet sich einer der schönsten Anblicke auf die Elbstadt – im Vordergrund die Weinberge, und dahinter, sogar etwas unter uns liegend, der Meißner Burgberg mit Dom und Albrechtsburg. Schöne Aussichtspunkte gibt es aber auch unterwegs noch reichlich, wenngleich Schilder, Texte oder auch Karten auf der gesamten Wanderung eher die Ausnahme sind. Unser erstes Wanderziel ist die „Bennokanzel“ oberhalb der Gaststätte „Knorre“. Um sie zu erreichen, wandern wir vom Parkplatz aus nicht geradeaus den Berg hinunter, sondern halten uns rechts, wo es nicht ganz so steil bergab geht. Links und rechts des Weges trennen uns Zäune von den Rebstöcken. Gerade im Spätsommer oder Frühherbst hat diese Wanderung ihren besonderen Reiz, denn neben den reifenden Trauben säumen nicht selten auch alte Rosenstöcke unseren Weg, und Blütenduft liegt in der Luft.
Bald gelangen wir an ein Grundstück „An den Katzenstufen 2“. Direkt vor dem Grundstück endet der bisher breite Weg, und wir biegen hier rechts ab. Noch etwa 5 Minuten trennen uns von der Bennokanzel. Wenn wir an einem Geländer oberhalb der Knorre stehen, das Elbtal in voller Schönheit vor uns liegt und der Weg hier endet, haben wir unser erstes Ziel erreicht. Die Straße unter uns ist noch gar nicht so alt, denn noch vor 80 Jahren mußten die Bewohner der „Knorre“ von Meißen aus zuerst nach Proschwitz fahren, bevor es dann wieder ins Tal ging.
Wir müssen die fünf Minuten bis zum Gehöft zurücklaufen und wandern hier dann geradeaus weiter. Vorbei an einigen Grundstücken geht es bis zu den sogenannten Katzenstufen. An einer Bank, wo wir nur noch die Wahl zwischen einem breiten Weg bergan – oben steht unser Auto – und einem schmalen unscheinbaren Pfad bergab haben, wählen wir den Pfad. Kaum haben uns die Bäume des Grundes aufgenommen, erwartet uns eine breit ausgebaute Treppe ins Tal. Unten angekommen, halten wir uns links.

Bild oben: Einer der angesprochenen Wagen der ehemaligen Kleinbahn entlang unserer Wanderung.

Bild unten: Der Dom geht über den Weinbergen auf …
Blick auf den Dom
Interessant sind zwei heute als Geräteschuppen genutzte alte Wagen der einstigen Meißner Schmalspurbahn, die hier wohl kaum jemand vermutet, denn die Bahnstrecke befand sich auf der anderen Elbseite. In der warmen Jahreszeit können wir in einer kleinen Straußenwirtschaft bei Familie Weber einkehren, wo wir neben zahlreichen Meißner Weinen auch preiswert und gut einen kleinen Imbiß erhalten. Der gesteckte Besen zeigt uns: es ist offen!
Unseren weiteren Weg am Fuße der Weinberge säumen ebenfalls alte Rosen. Die Farben der Weinbeeren zeigen es an – bald ist Erntezeit. Die ersten Häuser kommen in Sicht. Hier halten wir uns links und wandern in den Heiligen Grund hinein. Nach vielleicht 100 Metern erblicken wir rechts einen kleinen Waldteich. Etwa auf Höhe des Teiches zweigt von unserem breiten Weg ein schmaler Pfad links ab, der recht steil bergan führt. Hier haben wir nun die Qual der Wahl: der breite Weg führt uns direkt zum Haupteingang von Schloß Proschwitz, der schmale hingegen auf die Weinberge und am Ende direkt zu unserem Auto. Wir wählen den schmalen Weg, denn zum Schloß können wir auch von unserem Parkplatz aus in nicht einmal fünf Minuten Fußweg gelangen.
Jetzt zahlen wir den Preis für die vielen Treppen an den „Katzenstufen“, denn irgendwie müssen wir ja wieder auf den Berg kommen. Allerdings ist der Weg nur zu Anfang etwas steiler. Er führt dann sanfter bergan und aus dem Heiligen Grund mit seinem Wäldchen hinaus auf die Weinberge. Die vielleicht schönsten und gleichzeitig letzten zehn Minuten der gerade einmal 60minütigen Wanderung erwarten uns. Links und rechts volle Reben, immer wieder Rosen, und linker Hand steigt aus dem Weinberg langsam der Meißner Dom empor. Bänke laden zum Verweilen ein, und wir sollten auch Verweilen. Wenn der Dom vollständig zu sehen ist, erblicken wir auch unser Auto. Je nach Stimmung und Zeit können wir nun noch, gewissermaßen als krönenden Abschluß, den frei zugänglichen Park von Schloß Proschwitz erwandern.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt und seiner Umgebung, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie entweder bei einem der von mir angebotenen Termine oder unter www.annalista-saxo.de. Eine Wanderkarte können wir hier nicht empfehlen, da wir keine gefunden haben, auf der diese Wanderung nachvollziehbar wäre.



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