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Doktorteich Wermsdorfer Wald Huegelgrab
Mit dem Rad von Kühren zum Kirchenteich im Wermsdorfer Wald (ca. 15 km)

Nach Kühren bei Wurzen gelangen wir stündlich mit der Regionalbahn Leipzig-Dresden. Hier ist der Startpunkt für eine neue Wanderung.
Vom Bahnhof Kühren radeln wir in das Dorf und folgen dort den Wegweisern in Richtung Dornreichenbach. An der neuen Eisenbahnbrücke bleiben wir südlich der Bahnstrecke und fahren geradeaus weiter zum Bahnhof Dornreichenbach. Dort halten leider kaum noch Züge, aber immerhin gibt es eine schöne verglaste Haltestelle, die an bessere Zeiten erinnert. Hier stoßen wir auf eine rote Wegemarkierung, die für eine Weile unser Begleiter bleiben wird. Wir radeln in Richtung Wermsdorf und kommen zunächst zur B 6 und dem Waldhof, einer Ausflugsgaststätte. Hier können wir uns schön stärken.
Wenn wir jetzt einfach die B 6 überqueren und weiter den rot markierten Weg benutzen, sehen wir bereits nach wenigen Minuten einen der zahlreichen schönen Waldseen im Wermsdorfer Wald - den Doktorteich. Wenn wir der roten Wegemarkierung weiter folgen, umfahren wir den Teich westwärts und gelangen bald an seine Südseite, wo hinter einem Wall ein weiterer Teich beginnt. Hier stoppen wir zwischen den beiden Teichen und stellen die Räder erst einmal ab. Zum einen schmerzen gewisse Körperstellen schon etwas, und zum anderen sind hier im geschichtsträchtigsten Teil des Wermsdorfer Waldes doch einige Ziele besser zu Fuß zu erreichen.
Zu unserem ersten Ziel folgen wir von den großen alten Buchen an der Westseite des Dammes einfach dem Wegweiser zu den Hügelgräbern. Noch ein kurzer Weg durch einen nicht mehr ganz jungen Kiefernbestand, und dann stehen wir staunend vor mehreren aus der Bronzezeit stammenden hügelgrabartigen Steinmalen, wie es in der Fachsprache so schön heißt. Hügelgräber ist nämlich in diesem Fall nicht korrekt, da sich die Gräber nicht unter den Hügeln, sondern unter einer mit einer Steindecke versehenen Fläche westlich der Hügel befanden.

Bild oben: Winteransicht eines Hügelgrabes am Doktorteich.
Bild unten: Naturidylle an den Dreiteichen zwischen Doktorteich und Kirchenteich.
An den Dreiteichen
Da es hier auch eine schöne Sitzgruppe gibt, können wir erst einmal in Ruhe rasten und unseren Rucksack plündern. Anschließend begeben wir uns zurück zu unseren Rädern, um wieder ein kurzes Stück zu fahren. Wir orientieren uns erneut am roten Strich und kommen auf den parallel zum Ufer des Nachbarteiches verlaufenden Weg. Dieser Teich trägt den Namen „Drei-Teiche“. Zwei Dämme durchzogen ihn einst, so daß es früher tatsächlich drei Teiche gab. Der südliche Damm besteht noch, und über ihn führt unser Weg.
Wenn wir über die anschließende Brücke und weiter den Hügel hinauf fahren, stoßen wir auf den rekonstruierten Grundriß einer romanischen Kirche. Hier steigen wir erneut von den Rädern, denn es gibt viel zu besichtigen.
Auf den Tafeln an der Kirche erfahren wie etwas zum Grundriß und zum Alter der Kirche. Sie gab dem im Süden zwischen den Bäumen schon erkennbaren Kirchenteich wohl einst seinen Namen. Ein ganzes Dorf stand einmal hier, Nennewitz ist der aus Urkunden überlieferte Name. Da gab es die Kirche, Hausstellen, Backöfen, eine Grubenköhlerei, eine Pechsiederei und sogar eine Burg. Zu ihr gelangen wir, indem wir wieder ein kleines Stück auf unserer eben genommenen Strecke bergab wandern und dann rechts einem Trampelpfad folgen. Nur wenig später trennt uns lediglich ein tiefer Graben von den steinernen Überresten des einstigen Rittersitzes.
Schon seit über 40 Jahren forscht hier am Kirchenteich jeden Sommer die Friedrich-Gustav-Klemm-Gesellschaft unter Professor Gerhard Billig. In dieser Zeit stehen berufene Archäologen auch dem Wanderer für Auskünfte zur Verfügung. Gern werden Fragen beantwortet oder auch kleine Führungen organisiert. Alles in allem genug Gründe, hier einmal vom Rad abzusteigen und eine kleine Exkursion in die mittelalterliche Geschichte dieser Landschaft zu wagen, bevor es weiter in Richtung Wermsdorf geht.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Dahlener Heide, Wermsdorfer Wald und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro



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