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Das Jagdrevier der Kurfürsten

Die Hubertusburg zu Wermsdorf.

Mit dem Rad vom Kirchenteich nach Wermsdorf (ca. 8 km)

Es heißt Abschied nehmen von den Überresten des mittelalterlichen Dorfes mitten im Wald. Zunächst begeben wir uns auf den Damm des Kirchenteiches. Dann folgen wir dem gelb markierten Weg auf die andere Seite des Teiches. Nach einem kleinen Stück Strecke im Wald stoßen wir auf eine blaue Wegemarkierung, auf die wir hier links abbiegen. Wenig später zweigt der blaue Strich erneut nach links ab, auf das "alte A". Hier fahren wir aber geradeaus und verlassen somit den markierten Weg.
Schon nach wenigen Metern kreuzt unser Weg mit der sogenannten "8", zu erkennen am schnurgeraden Verlauf. Es ist der gleiche Weg, auf dem wir in der letzten Wanderung zum Doktorteich gelangt sind. Während es zurück zum Doktorteich jedoch nach links geht, halten wir uns heute rechts. Leider ist hier kaum ein Schild oder eine Markierung zu finden, obwohl der Weg zu den am meisten befahrenen im Wermsdorfer Wald überhaupt gehört.
Die vielen schnurgeraden Wege im Wermsdorfer Wald entstanden Anfang des 18. Jahrhunderts, als der sächsische Hof häufig in Wermsdorf weilte und hier zahlreiche Jagden stattfanden, wofür man ein gut ausgebautes Wegenetz benötigte. Wir haben jetzt eine schöne Strecke vor uns. Anfangs geht es leicht bergan. Nach einer Überquerung der ziemlich stark befahrenen Straße Luppa - Wermsdorf kreuzen wir wenig später die Straße Calbitz - Wermsdorf. Hier biegen wir rechts in Richtung Wermsdorf ab. Kurze Zeit später erreichen wir schon den Waldrand. Linker Hand befindet sich ein Steinbruch, und im Ort ist die Hubertusburg zu erkennen.
Bevor wir jedoch zur Hubertusburg gelangen, kommen wir am zweiten Wermsdorfer Schloß vorbei - dem alten Jagdschloß und heutigem Gemeindesitz. Wir halten uns links in Richtung Oschatz, um dann im Ort vor der ersten Linkskurve geradeaus zu fahren. Wenig später liegt die Hubertusburg vor uns, zuletzt auch bekannt geworden durch die Geheimnisse um das legendäre Bernsteinzimmer. Auch wenn im Schloßhof seit Jahren gebaut wird, sollten wir uns unbedingt die Zeit für eine kleine Besichtigung der Schloßanlage nehmen. Immerhin galt das Schloß einst als eines der prächtigsten Schlösser im Lande. In der heutigen Form um 1742 fertiggestellt, wurde es im 7jährigen Krieg im Jahr 1761 durch die preußischen Truppen geplündert. Zwei Jahre später fanden hier in einem Seitengebäude die Verhandlungen zum "Frieden von Hubertusburg" statt, der diesen Krieg beenden sollte. Auf der Südseite des Schlosses finden wir seit 2007 einen schönen Gedenkstein an den damaligen Unterhändler der Sachsen, den Staatsmann und Friedensstifter Thomas Freiherr von Fritsch.
Ansonsten zeugt heute vom einstigen Glanz neben der großartigen Schloßanlage nur noch die Schloßkapelle, die den gesamten linken Flügel des Hauptgebäudes einnimmt und die vom Eingangsbereich aus zu bestaunen ist.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Dahlener Heide, Wermsdorfer Wald und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro

Bild oben: Die Hubertusburg in Wermsdorf.
Bild unten: Blick in die Schloßkapelle der Hubertusburg (Tel. für Besichtigungen 034364/52390).



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