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Kater Mausdieb - eine Geschichte in wenigen Bildern

Schön warm ...
Es gibt sogar ein illustriertes Kinderbuch über ihn - "Die Abenteuer des Kater Mausdieb - Teil 1". Leider wurde es bis heute nicht gedruckt, denn Kinderbücher über Katzen oder Kater sind auch bei Verlagen aber so was von "out" (es sei denn, der Autor bringt das Geld für Druck und Vertrieb komplett mit), und an Computern und ihren Möglichkeiten liebte Kater Mausdieb eigentlich nur die Wärme von unten ...
Ich war allhier.
Ich war allhier, wartete auf die Streicheleinheiten der Schulkinder am Morgen und am Nachmittag, liebte die Menschen, spielte mit Hunden und Katzen, und stellte mitten auf der Straße sitzend Hunderte von Autofahrern auf die Probe: Sie trugen mich entweder von der Straße, oder fuhren vorsichtig um mich herum. Und wenn der große Schäferhund von nebenan direkt vor mir stand und bellte, dann blieb ich ruhig sitzen, und schaute ihn einfach an. MIR tat niemand etwas zu Leide, ich war allhier ...
Mein Sommer 2016.
Es riecht nach Menschen - schön ...
Weihnachten 2016
Ich war ein Freund aller Menschen, ich liebte ohne jeden Vorbehalt, ich liebte die Freiheit, und nicht nur manchmal auch den Schlaf auf der Couch. Aber den soll es ja auch bei Menschen geben ...
Götterdämmerung
Einige der vorstehenden Texte deuten es an: etwas stimmt hier nicht. Ein Kater, der Hunderte Autofahrer auf die Probe stellt? Doch, es stimmt, aber es fehlt der Grund. "Der alte Mann und das Meer" - bei Kater Mausdieb begann im Sommer 2016 eine lange Phase der Demenz. Er wollte (vermutlich) auf der Straße sterben, wie die Elefanten, die auf ihren Friedhof wandern. Kater Mausdieb hatte aber ein Problem - IHN wollte niemand überfahren oder auch nur anfahren. Wohl mehr als 1.000 Autos hätten die Gelegenheit gehabt, Chancen für 1.000 Tode, aber eben nicht für diesen Kater. Ein Jahr später sind wir es, die ihn in der Abenddämmerung des 13. Juli 2017 einschläfern lassen mussten. Traurig, aber leider Realität. Was dazwischen lag, ersparen wir dem Leser dieser Seiten. Er hatte bis zum Schluss keine Schmerzen, und das wirklich Einzige, was bis zum Schluss vom Geist des einst so intelligenten Tieres blieb, war nicht die Kontrolle über seine Körperfunktionen, sondern seine bedingungslose Menschenliebe.
Das letzte Bild.
Hunger, Durst, Schlafen, Katzenklo, sein Freund Didi - alles vergessen. Fressnäpfe kannte er nicht mehr, allein hinlegen auch nicht, Schlafen im Stehen. Aber ein Mensch, der ihn liebt - dort war er auch in diesem Zustand zu Hause, dort lag er Stunden bewegungslos (das Bild zeigt ihn wenige Wochen vor seinem Tod), auch wenn ihn sonst die gleiche Unruhe antrieb, die es auch bei dementen Menschen gibt. Was er jetzt dazu sagen würde? Nichts. Er würde immer noch die Stimmung spüren, und sich automatisch an uns kuscheln, ein Tröster in schweren Zeiten, und das bis zum letzten Tag. Bild 2 - Ich liebte die Menschen. Alle. Wir sind dankbar, dass er uns als sein Zuhause ausgesucht hat, denn das war nicht unsere, sondern seine Entscheidung im Jahr 2004. Wir sehen uns wieder.





Da dachten meine menschlichen Freunde doch tatsächlich, hier endet die Geschichte von Kater Mausdieb ... Ich darf vorstellen: mein bester Freund Didi (vorn, JG 2013).
Ich darf vorstellen: Mein bester Freund Didi (vorn, JG 2013).
Ein Freund in guten wie in schlechten Zeiten, denn als ich meinen Fressnapf nicht mehr alleine fand, und auch immer weniger Hunger hatte, hungerte mein Freund Didi aus Solidarität über mehrere Monate mit. Oft genug schimpften meine menschlichen Freunde darüber mit ihm, aber inzwischen wissen sie es besser. Mir ist hier oben im Katzenhimmel zu Ohren gekommen, dass er seit dem Morgen nach meinem Tod wieder „normal“ frisst, pro Tag also etwa 3x soviel, als in den Monaten zuvor. Woher er erfahren hat, dass mein und damit auch sein Leiden ein Ende hat? Von mir natürlich. Ich habe ihn in meinen letzten Lebensminuten mit einem einzigen lauten Miauen gerufen,
und er kam, strich 1-2 Minuten um die Beine meiner
menschlichen Freunde, und verschwand dann wieder. Ich
sah ihn nicht, und er sah mich nicht, aber wofür haben wir
Katzen schließlich unseren 7. Sinn? Wir sehen uns wieder ...



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