Der ehemalige Kapitelsaal im Riesaer Rathaus
Romanische Konsolköpfe, gotische Sitznischenfenster, eine reiche Renaissanceausmalung - all das sind Hinweise auf die bewegte Geschichte des wohl wertvollsten Raumes der sonst mit architektonischen Kleinodien nicht gerade reich gesegneten Stadt Riesa.
Zu Beginn des 12. Jahrhunderts gegründet, erfuhr das Riesaer Kloster im Laufe der Jahrhunderte einige Umgestaltungen. Beispielsweise entstand um 1440 das Gewölbe neu, wobei die romanischen Konsolköpfe erneut Verwendung fanden. Nachdem die Nonnen 1542 durch Herzog Moritz von Sachsen aus dem Kloster verwiesen worden waren, begann dessen Umwandlung in ein Klosteramt der herzoglichen Hofkammer. Martin von Miltitz kaufte es 1554 als Rittergut. Er ließ das Gebäude erneut umbauen, wobei man Fenster und Türöffnungen veränderte und wahrscheinlich auch die gotischen Sitznischenfenster zumauerte.
Bild oben: Das Riesaer Rathaus. Besichtigungen des Saales können unter Tel. 03525/700233 vereinbart werden.
Bild unten: Im Kapitelsaal.


