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Farbenpracht der Renaissance

Rathaus Riesa Schloss Elbe
Der ehemalige Kapitelsaal im Riesaer Rathaus

Romanische Konsolköpfe, gotische Sitznischenfenster, eine reiche Renaissanceausmalung - all das sind Hinweise auf die bewegte Geschichte des wohl wertvollsten Raumes der sonst mit architektonischen Kleinodien nicht gerade reich gesegneten Stadt Riesa.
Zu Beginn des 12. Jahrhunderts gegründet, erfuhr das Riesaer Kloster im Laufe der Jahrhunderte einige Umgestaltungen. Beispielsweise entstand um 1440 das Gewölbe neu, wobei die romanischen Konsolköpfe erneut Verwendung fanden. Nachdem die Nonnen 1542 durch Herzog Moritz von Sachsen aus dem Kloster verwiesen worden waren, begann dessen Umwandlung in ein Klosteramt der herzoglichen Hofkammer. Martin von Miltitz kaufte es 1554 als Rittergut. Er ließ das Gebäude erneut umbauen, wobei man Fenster und Türöffnungen veränderte und wahrscheinlich auch die gotischen Sitznischenfenster zumauerte.

Bild oben: Das Riesaer Rathaus. Besichtigungen des Saales können unter Tel. 03525/700233 vereinbart werden.

Bild unten: Im Kapitelsaal.
Riesa Kapitelsaal Schloss Elbe
Weitere Umbauten erfolgten 1579 an der Nordseite, die auch den Abriß des 1406 erbauten Kreuzganges zur Folge hatten. Bereits vor 1626 gestaltete man den Südflügel des Klosters in ein Schloß in den Formen der Spätrenaissance um. Diese baulichen Veränderungen des 16. und 17. Jahrhunderts dominieren neben dem Gewölbe des 15. Jahrhunderts noch heute das Bild des ehemaligen Kapitelsaales.
Bei den Restaurierungen kurz vor 2000 kamen prächtige Renaissance-Malereien aus der Zeit der Umgestaltung des Klosters in ein Schloß zum Vorschein. Leider wiesen große Teile der Malereien starke Schäden auf, die auf jahrhundertelange Einregnungen und die zeitweise Nutzung des Raumes als Malzdarre einer Brauerei zurückzuführen sind. Die am besten erhaltenenen Malereien an der Nordwand des Saales zeigen Wandvorhänge, über denen musizierende Engel schweben. Auch Martin Luther und seine Frau sind an einer Wand präsent.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter Publikationen, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Riesa, Oschatz, Großenhain und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro



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