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Schloß und Park Jahnishausen

Schloß Jahnishausen


Gerichtssaal Schloss Wurzen
Herzlich Willkommen auf Schloss Jahnishausen! Wenn Sie das wirklich sehenswerte Schloss besucht und Lust auf mehr Schloss bekommen haben sollten, besuchen Sie mich doch im schönsten bischöflichen Residenzschloss Sachsens – in Wurzen! Zahlreiche Bilder sowie Termine für öffentliche Führungen und Vorträge rund um Schloss und Dom Wurzen finden Sie auf meiner Seite www.mittelalter-wurzen.de.
Zur Geschichte von Jahnishausen

Während aus der Frühzeit des Ortes nur wenige historische Nachrichten überliefert sind, erwarb die Familie von Schleinitz um 1430 das damalige Dorf Watzschwitz und fügte es zunächst dem Rittergut Seerhausen hinzu. Als Folge einer Erbteilung entstand um 1500 in Abspaltung von Seerhausen ein neues Rittergut, und der bisherige Ortsname Watzschwitz wandelte sich zu Jahnishausen, benannt nach seinem neuen Besitzer Jahn von Schleinitz.
Nach zahlreichen Besitzerwechseln in der Folge übernahm 1796 ein Graf von Hopfgarten das Anwesen. Auf den am sächsischen Hofe wirkenden Grafen geht weitgehend das schlichte, aber elegante Erscheinungsbild des heutigen Gebäudeensembles des Rittergutes zurück. Seine Verbindung zum sächsischen Hof war vermutlich auch die Ursache dafür, dass der sächsische Prinz und spätere König Johann im Jahr 1824 das Rittergut Jahnishausen seinem Besitz hinzufügte. Zwei Jahre zuvor hatte er die bayrische Prinzessin Amalie geheiratet, die ein angenehmeres und freieres Leben als das am sächsischen Hof gewohnt war und für die Jahnishausen ebenso wie für Johann bis an ihr Lebensende ein Ort wurde, an dem sie sich frei von höfischen Zwängen bewegen konnten. Von Johann wird erzählt, dass er bei seinen Landaufenthalten sehr ungezwungen sein konnte und beispielsweise auch die Schule im nahen Prausitz besuchte, wo ein Schüler berichtete: „Blos eens war ungemiedlich – wenn der Keenig Johann in die Schule kam, saßen wir alle mit hochgezogenen Beenen da ... Wir gingen doch alle barbs, und `n Keenig sei ahler schwarzer Pudel, der leckte een egal an die nackchen Fieße.“
Die Wettiner hielten diesen Besitz bis zur Enteignung 1945, und die Legende von einem versteckten Wettinerschatz geistert noch heute immer mal wieder durch die alten Mauern. Danach beherbergte das Schloß u.a. einen Kinderhort, den Kindergarten und die Hebamme des Dorfes. In Folge eines bereits 1970 stattgefundenen Schornsteinbrandes sowie dem Leerstand ab 1990 wandelte sich das einstige Königsschloß zu einem ruinösen und verwilderten Anwesen. In diesem Zustand stand es im Jahr 2001 bei einer Versteigerung zum Verkauf.
Besitzer ist seither die „Lebenstraum Gemeinschaft Gut Jahnishausen“, eine Genossenschaft, deren Mitglieder weder gemeinsame politische oder religiöse Ansichten eint, sondern die hier in der Verbindung von Individualismus und Gemeinschaftlichkeit einen Lebenstraum und damit auch das alte Rittergut mit Leben erfüllen. Mit reichlich Engagement ist ein Teil der Gebäude in neuer Schönheit wiederstanden, und wer lange nicht in Jahnishausen war, ist gern eingeladen, sich selbst ein Bild von den positiven Veränderungen zu machen, zum Beispiel bei einem Veranstaltungsnachmittag mit Vorträgen und Führungen am 17. August 2014. Die Gastgeber vor Ort und auch meine Person freuen uns auf Sie, schauen Sie aber bitte vorher hier noch einmal vorbei, vielleicht wird auch eine Romantiknacht mit Kerzenschein daraus ...

Das Rittergut in Jahnishausen, heute Ortsteil von Riesa und etwa 5 km südlich von diesem gelegen, ist leicht zu finden. Bei Anreise auf der alten B 169 bis Ölsitz fahren, und dort in der Ortsmitte östlich in Richtung Jahnishausen abbiegen, dann noch 2 km.

Für alle in der Galerie gezeigten Schlösser gilt: In meinen Publikationen sind zu diesen Bauwerken oft zahlreiche Beiträge in Sammelwerken oder auch eigenständigen Arbeiten auf Papier erschienen. Fragen Sie einfach, ich stelle Ihnen gern eine Liste mit den hier vorliegenden Heften und Büchern zu „Ihrem“ Schloss zusammen.

Ihr Robert Schmidt



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