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Kollau Eilenburg Mulde Wehr
Mit dem Rad von Eilenburg bis Wurzen (ca. 20 km)

Unsere Radwanderung beginnt am Bahnhof Eilenburg-Ost. Dahin können wir von Torgau oder Leipzig aus bequem mit dem Zug fahren, und zusammen mit einem „Schönes-Wochenende-Ticket“ ist der Fahrradtransport innerhalb des Regierungsbezirkes Leipzig kostenlos.
Direkt am Bahnhof führt westlich (Fahrtrichtung Leipzig beim Zug) eine kleine Straße zu der nur wenige Meter entfernten Wurzener Landstraße, auf die wir nach links abbiegen und uns dann in der Folge geradeaus halten. Vorerst benutzen wir bis Thallwitz ein kurzes Stück ziemlich stark befahrene Straße, auch am Wochenende also aufpassen! In Thallwitz lohnt eine kleine Rast, denn das Dorf weist neben der interessanten Sägemühle auch ein schönes Schloß mit Park auf. Wir unternehmen einen Abstecher nach Kollau, denn dort gibt es ein wirklich imposantes Wehr an der Mulde.
Am Weg nach Kollau steht hinter dem Dorfe links der Straße eine „Grenzeiche“. Sie erinnert an die Grenzziehung von 1815, als Sachsen fast 2/3 des Territoriums und die Hälfte der Einwohner an das Königreich Preußen abzugeben hatte. Der sandsteinerne Grenzstein daneben weist es aus: auf den gegenüberliegenden Seiten erkennen wir KP (Königreich Preußen) und KS (Königreich Sachsen).
Heute verläuft die Grenze Muldentalkreis – Nordsachsen etwas nördlicher. Geblieben sind aber gewisse Unterschiede in der Sprache - so daß man hier die „Preußen“ an der Umgangssprache erkennt. Die Dörfer sehen auch heute noch anders aus, hin und wieder trifft man auch noch auf eine der unverwüstlichen Katzenkopfpflasterungen.
Hinter dem „Kuhfleck“ links des Weges verbergen sich mehrere große Mäander der Mulde mit steileren Prall- und sanften Gleithängen. Dort sind wieder die Graureiher zu Hause - auf dem anderen Ufer bei Groitzsch kennt man eine große Brutkolonie. Viel „heimeliger“ ist der nachtaktive „Meister Bockerer“ - der Biber. Sanduhrförmige Fraßspuren an von ihm gefällten Bäumen oder Büschen verraten seine Anwesenheit.

Bild oben: Das Wehr in Kollau.

Bild unten: Das schöne Nischwitzer Schloß.
Nischwitz Mulde Wurzen Schloss
Der Ortsteil Kollau war wohl nie groß genug, um selbständig zu sein. Bis zum Sommerhochwasser vom Juli 1954 gab es hier eine Fähre. Das Anwesen am Deich mit dem hohen Hausbaum ist die bauliche Erinnerung daran. Von dort erreichen wir schnell den Bobritzer Damm, das Kollauer Wehr. Die Sanierung wurde nach sehr umfangreichen Arbeiten im Jahre 2000 abgeschlossen, und das Wehr überstand auch das Hochwasser vom August 2002 unbeschadet. So wird wieder in sicherer Weise das einst dringend nötige Wasser in den Eilenburger Mühlgraben gedrängt. Dort gehören, wie überall in diesem Muldenabschnitt, die Ufer den Anglern. Wer seine Freude an der sehr stillen Landschaft hat, findet hier, was er sucht.
Zurück in Thallwitz, können wir ab hier bis Wurzen auf einem parallel zur Landstraße verlaufenden Radweg fahren. Unterwegs sind besonders die in Richtung Mulde gelegene Wasewitzer Kirche mit ihrer mittelalterlichen Wandbemalung oder auch das Schloß Nischwitz mit seinem dahinter liegenden Park einen Abstecher wert.
Erstaunlich kurz ist die Strecke von Eilenburg bis Wurzen – mit dem „Umweg“ über Kollau gerade einmal 20 km. Ob wir von hier aus Richtung Süden weiterfahren möchten, oder nach einer kurzen Zugfahrt in Kühren wieder aussteigen und von dort über den Wermsdorfer Wald gen Oschatz fahren möchten – unsere Wahl. Vorher sollten wie uns aber die Möglichkeit einer Dombesichtigung und eines Stadtrundganges nicht entgehen lassen.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Grimma, Wurzen, Eilenburg und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro



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