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Ein Angebot von Robert Schmidt:

Liebe Besucher dieser Seite,

mehrfach täglich versuchten Viele von Ihnen schon seit Ende Oktober 2017, auf dieser Seite neue Termine zu meinen Führungen auf Schloss & Dom Wurzen zu erhalten. Ich arbeite seit 1. Dezember 2017 nicht mehr auf Schloss Wurzen, daher sind an mich gerichtete und Schloss und/oder Dom Wurzen betreffende Führungsanfragen - öffentliche Führungen und Führungen von Gesellschaften gleichermaßen - gegenstandslos geworden. Ein Danke an die mehr als 5.000 im Laufe der Jahre von mir in Wurzen (Dom und Schloss) geführten Gäste, und Danke für Ihr Verständnis.

Ihr Robert Schmidt
Schloß Wurzen - ein Bauwerk europäischen Ranges.
500 Jahre Reformation sind auch gleichbedeutend mit 500 Jahre Ende des Mittelalters. Im Mittelalter war – wie heute übrigens immer noch – die kirchliche Verwaltung in Bistümer eingeteilt. Dort, wo sich der Sitz des jeweiligen Bischofs befand, erhielt das dazugehörige Gotteshaus den Titel „Dom“. Auch in Wurzen befand sich ein Bischofssitz, und dort gibt es in direkter baulicher Nachbarschaft des Domes ein Bischofsschloss. In diesem Schloss saß Jahrhunderte lang die Amtsverwaltung, nicht ganz so lange das Amtsgericht, und zuletzt fast ein halbes Jahrhundert die Polizei – der Hauptgrund dafür, weshalb es um das Schloss zu DDR-Zeiten mehr als einfach nur still war. Das änderte sich erst im Jahr 2002, als das Schloss nach dem Auszug der Polizei erstmals seit seiner Erbauung in Privathand überging. Ein marodes Amtsgebäude mit bröckelnder Fassade, blätternder Farbe, undichtem Dach, zahlreichen Neonröhren und jeder Menge Sanierungsbedarf. Aber – keine Behördengeneration seit der 1497 erfolgten Fertigstellung hatte Lust und Geld für einen Umbau, und so haben sich neben dem äußeren Erscheinungsbild das komplette Erdgeschoss und auch das erste Obergeschoss in Architektur und Raumwirkung fast vollständig im Original erhalten.

Dom Wurzen
Dabei lässt sich Wurzen auch aus historischer Sicht durchaus als die „letzte Bastion des Mittelalters in Sachsen“ bezeichnen. Nirgendwo sonst konnte sich im Sachsen der Reformationszeit der katholische Glaube so lange halten wie in Wurzen, denn erst im Jahre 1581 konvertierte der hier residierende letzte Bischof von Meißen, Johann IX. von Haugwitz, zum protestantischen Glauben. Zuvor war erneut Wurzen die letzte Stadt Sachsens, in der – erst 1542 – die Reformation eingeführt wurde. Obwohl damals nur ein kleines Landstädtchen, rückte Wurzen im Frühjahr 1542 sogar kurze Zeit ins Zentrum der Weltpolitik, interessierten sich auch Kaiser und Papst für die Stadt an der Mulde, um die sich zwei protestantische sächsische Fürsten – Kurfürst Johann Friedrich und Herzog Moritz – kurz vor Ostern fast einen ”Krieg” geliefert hätten.



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