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Auf den Spuren von ...

Abschied
Wenn ich meine Augen schließe, kommt er mir wohl noch lange mit offenen Armen im Burgcafé entgegen. Fern hinter den Bergen scheint für ihn die gleiche Sonne, die er in den Herzen seiner Freunde hinterließ ...

Des Ritters Heimkehr - Hans-Jürgen Turowski

Am Abend des 8. Februar 2015, ich hatte tagsüber viele Gäste durch Kloster und Schloss Breitungen/Werra geführt, stand ich an der benachbarten Dorfkirche in den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Dankbar für den Tag, meinen ersten Führungstag in Breitungen, sprach ich ein Gebet. Als sich die Sonne dann hinter die Berge der Rhön zurückgezogen hatte, die Berge noch leuchteten, aber unten im Werratal schon die Nacht einzog, hatte ich plötzlich vier Zeilen vor Augen, ein
zumindest bei uns zu Hause fast geflügeltes Wort aus den
Händen einer Dichterin der Romantikzeit,
und ich sprach leise:

Noch tiefer schwieg Gebirg und Land
Noch schwärzer wards im Tal.
Und an der Berge Gipfel schwand
Der letzte Sonnenstrahl.

Es sind die letzten vier Zeilen eines Gedichtes, und dessen Titel lautet:

Des Ritters Heimkehr

In der gleichen Stunde, in der ich diese Worte sprach, kehrte am 8. Februar 2015 ein Ritter der Neuzeit heim. Ein Ritter, der schon auch mal ein echtes Schwert in der Hand trug, aber seine eigentlichen ritterlichen Waffen waren seine Hände und seine Seele, beide eines edlen Ritters würdig. Auch die Frühlingssonne sah traurig herab, als am Nachmittag des 27. Februar 2015 seine Familie, seine Freunde und seine Weggefährten dem Ritter von Lampertswalde das letzte Geleit gaben.

Noch heute geht, umhüllt die Nacht die Fluren,
Des Ritters Schatten die geliebten Spuren.

Mit Dir ging mehr als nur ein einfacher Mensch. Möge hinter den Bergen für Dich immer die Sonne scheinen. Dein Bild halt ich fest ...

Danke Hansi.



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