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Audienz beim Großen Mann von Belgern

Belgern Elbe Roland Rathaus
Zu Besuch in der Rolandstadt Belgern

Belgern ist eine längere Rast wert. Wir fahren zunächst in das Stadtzentrum und lassen unser Rad dort stehen. In der an der Elbe gelegenen Kleinstadt können wir einige einzigartige Sehenswürdigkeiten entdecken. Eine davon sehen wir natürlich gleich auf dem Markt - den einzigen Roland Sachsens. Die jetzige steinerne Figur steht bereits seit 1610 an dieser Stelle, von dem hölzernen Vorgänger fehlen dazu gesicherte Nachrichten. Es scheint, als bewache der „große Mann von Belgern“ (Äußerung Augusts des Starken) das hiesige Rathaus. Gegen die zahlreichen Truppendurchmärsche und Plünderungen im 7jährigen Krieg konnte aber auch er nichts ausrichten. Dabei hatte man ihn kurz vor Ausbruch des Krieges (1756) gerade wieder hergestellt, wie wir auf einer zwischen seinen Füßen befindlichen Tafel lesen können.
Gleich links um die Ecke am steinernen Riesen finden wir eine sächsische Postmeilensäule. Auch Belgern gehörte, wie Mühlberg, Schildau oder Torgau, bis 1815 zum sächsischen Staatsgebiet. In Folge der Befreiungskriege, die mit der Niederlage Napoleons endeten, bestrafte man Sachsen in diesem Jahr für seine Bündnistreue mit den Franzosen - Sachsen verlor ein Drittel seines Territoriums, zumeist an Preußen.

Bild oben: Das Rathaus und der Roland von Belgern.

Bild unten: Die Stadtkirche von Belgern (Tel. für Besichtigungen 034224/49898) wurde von den Mönchen des Kloster Buch bei Leisnig erbaut und von ihrem Abt eingeweiht.
Belgern Kirche Elbe
Viele Städte der Region bauen regelmäßig in Erinnerung an „alte Zeiten“ zu verschiedenen Jubiläen die einstigen Stadttore wieder auf, meist aus Holz oder Pappe gefertigt. Belgern hat das nicht nötig. Wenn wir um das Rathaus herum gehen und uns dann wenige Meter in Richtung Süden halten, können wir rechter Hand das einzige echte Stadttor in weitem Umkreis erblicken.
Vom Markt aus geht es in östlicher Richtung leicht bergab in Richtung Elbe. Hier treffen wir auch unseren Radweg wieder. Nur wenig abseits der zur Fähre führenden Straße steht ein weiteres sehenswertes Bauwerk - die St.-Bartholomäus-Kirche. Selbst wenn das Gotteshaus geschlossen haben sollte, lohnt der Weg zum Eingang dennoch. Neben dem Haupteingang ist eine Figur in die Kirche eingemauert - das sagenumwobene Nixenkind.
Auch Reste eines ehemaligen Klosterhofes des Klosters Buch (bei Leisnig) können wir in Belgern finden. Viel ist leider nicht mehr zu erkennen, aber die verbliebenen Bauteile verdienen dennoch unseren Schutz.
Dann brechen wir auf in Richtung Torgau, das wir nach wenigen Minuten erreichen.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Torgau, Bad Liebenwerda und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro, ISBN 978-3-89591-083-8, diese Karte bitte im Buchhandel bestellen, bei uns nicht lieferbar!



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