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Wie in Großmutters Zeiten

Museum Schmannewitz
Das Bäuerliche Museum Schmannewitz

Die Wände in warmem Ockergelb, das schöne Fachwerk dunkelbraun hervorgehoben, ein neues Dach - so heißt das alte Bauernhaus in der Schmannewitzer Dr.-Alfred-Brehm-Straße seine Besucher willkommen.
Angefangen hatte alles nach der Wende, als Mitglieder des örtlichen Verschönerungsvereins begannen, unzählige alte Geräte aus Haushalt, Garten und Landwirtschaft zusammenzutragen. Schon vor einigen Jahren ist dann mit Hilfe von Fördermitteln des Amtes für Ländliche Neuordnung, fleißigen ABM-Mitarbeitern und ungezählten Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder ein Kleinod entstanden - das Bäuerliche Museum Schmannewitz.
Wer eintritt, für den wird die Zeit um Jahrzehnte zurückgedreht. Damals spielte die Landwirtschaft hier am Südrand der Dahlener Heide noch eine große Rolle. Entsprechend umfangreich ist die Ausstattung des Museums, in dem der Besucher viel Interessantes entdecken kann: Die Sommermaschine in der Wirtschaftsküche zum Beispiel, die früher in den Haushalten der Landbevölkerung weit verbreitet war. Sie fand zum Dämpfen von Kartoffeln Verwendung, zum Heizen oder auch zum Kochen. Gebaut wurde sie von der Lommatzscher Firma „Dämpfanlagenbau Gotthard + Kühne“. Seinerzeit waren sächsische Maschinen noch etwas Selbstverständliches...

Bild oben: Das Bäuerliche Museum Schmannewitz (Tel. 034361/51683).

Bild unten: In der Vorratskammer.
Museum Schmannewitz Vorratskammer
Der Backofen im gleichen Raum ist sogar noch funktionstüchtig. Eine Attraktion für Besucher - Brot aus dem Museumsofen. Überhaupt sieht vieles im Museum so aus, als wäre es gestern noch in Verwendung gewesen. In der guten Stube hat Oma ihr Nähzeug nur kurz einmal beiseite gelegt. In der Vorratskammer duftet es aromatisch nach frischen Kräutern. Auf dem sehr geräumigen Dachboden des Hauses riecht es nach Stroh. Eine Vielzahl von Geräten ist hier zu bewundern: der Sackaufzug, die Reißholzpresse, Handwagen und noch manches mehr. Namen wie Honigschleuder oder Windbock wecken die Neugier kleiner Gäste. Auch das in der Wirtschaftsküche befindliche „Pflaumenmusrudel“ regt zum Fragen an. Ein Rudel ohne Tiere? Die Sprache der heutigen Zeit mit ihren vielen Fremdwörtern verdrängt historisch überlieferte Begriffe, nimmt wieder ein Stück dörflichen Lebens.
Die anderen der insgesamt zwölf Ausstellungsräume beherbergen ebenfalls Interessantes: eine Schulbank aus Oma’s Zeiten, Geräte zur Butterherstellung und -aufbereitung, ein Kinderzimmer von anno dazumal. Holzdielen und Lehmwände geben dem Haus etwas Romantisches, passend zu seiner heutigen Nutzung.
Zu finden ist das Museum für den aus Richtung Dahlen Kommenden, wenn er vor der Kirche rechts abbiegt und sich dann gleich wieder links hält. Wer seinen Museumsbesuch ruhig ausklingen lassen möchte, dem sei noch ein Besuch in der Schmannewitzer Kirche empfohlen. Sie entstand 1732 nach Plänen des Erbauers der Dresdner Frauenkirche, George Bär.
Umfangreiche begleitende Literatur zu Ihrer Wanderung (im Regelfall über 20 verschiedene Beiträge und/oder Publikationen nur zu diesem einen Streckenabschnitt und seiner Umgebung, allein in den 44 Ausgaben des Mittelsächsischen Heimatboten finden sich über 500 verschiedene Beiträge zu Kultur und Geschichte der Region) finden Sie unter www.annalista-saxo.de, dort auch die Bestellbedingungen für die nachfolgend aufgeführte Fremdliteratur, die ebenfalls über uns bezogen werden kann:
Rad- und Wanderkarte Dahlener Heide, Wermsdorfer Wald und Umgebung vom Verlag Dr. Barthel, Preis: 4,90 Euro



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