Unterwegs im Jahnatal von Seerhausen bis Grubnitz (ca. 5 km)
Nachdem wir die B 6 überquert haben, radeln wir ein Stück die Dorfstraße von Seerhausen entlang. Rechts sehen wir einen großen Schornstein, darauf ein Storchennest. Davor steht eine Kapelle. Sie gehörte zum Schloß Seerhausen und ist heute das letzte erhaltene Bauwerk der einstigen Schloßherrschaft.
Etwas weiter biegen wir geradeaus ab, in Richtung Sportplatz und Park. Hier im Park finden wir ein Denkmal vor einem grün überwachsenen Hügel. Unter ihm ruhen die steinernen Überreste des 1949 gesprengten Schlosses Seerhausen. Den herrlichen Park mit seinen zahlreichen seltenen Pflanzen sowie einigen Skulpturen konnte man zum Glück nicht sprengen. Also wandeln wir ein wenig auf den Spuren einstiger Besucher wie Napoleon oder Goethe, bevor wir über eine Brücke und eine schnurgerade Allee Seerhausen wieder verlassen.
Seit geraumer Zeit befinden wir uns übrigens schon wieder im Bereich des ehemaligen Amtes Oschatz, zu dem dieser Teil des Jahnatales jahrhundertelang gehörte. Die nächste Station unserer Wanderung ist Ragewitz. Hier überqueren wir den aus Richtung Dorf kommenden Weg und gelangen vorbei an einem auf der Nordseite der Jahna befindlichen Teich zu einem kleinen Platz. Noch vor Jahren gab es hier eine verfallene Tribüne, Zeichen dafür, daß hier zu DDR-Zeiten regelmäßig Veranstaltungen stattfanden. Das ist nun lange vorbei, und der Platz hat zwischenzeitlich eine insgesamt positive Umgestaltung erfahren. Ein würfelförmiger Stein gibt beim Lesen schnell sein Geheimnis preis - es ist ein Verfassungsstein, der an die 1831 eingeführte erste sächsische Verfassung erinnert.
Bild oben: Im Park in Seerhausen.
Bild unten: Die Ragewitzer Mönchssäule.


